Snus vs. Nikotinbeutel: Unterschiede, Wirkung und Risiken
Snus vs. Nikotinbeutel: Unterschiede, Wirkung und Risiken
Häufig werden die Bezeichnungen Snus und Nikotinbeutel synonym verwendet. Beide Produkte ähneln sich, sind rauchfrei und enthalten Nikotin. Bei jungen Menschen erfreuen sich diese kleinen Beutelchen zunehmender Beliebtheit. In Deutschland sind jedoch sowohl Snus als auch Nikotinbeutel verboten. Da es zwischen beiden Produkten einen Unterschied gibt, ist die rechtliche Handhabung unterschiedlich.
Dieser Beitrag zeigt Ihnen den Unterschied zwischen Snus und Nikotinbeuteln. Erfahren Sie mehr über die Wirkung und die Risiken.

Was sind Snus und Nikotinbeutel?
Denken Sie daran, sich das Rauchen abzugewöhnen und suchen Sie nach einer Alternative zur Zigarette, sind Snus und Nikotinbeutel denkbar ungeeignet, denn sie stellen eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit dar. Da sie in Deutschland nicht legal sind, bekommen Sie diese Produkte bei Tabak Brucker nicht. Sie können jedoch E-Zigaretten, Liquids oder Tabakersatz erhalten, die frei von Nikotin sind.
Snus hat seinen Ursprung in Schweden und ist ein feuchtes Tabakprodukt. Ursprünglich handelte es sich um losen Tabak. Inzwischen ist Snus in kleinen Tabakbeuteln erhältlich, die zwischen Lippe und Zahnfleisch gelegt werden. In Schweden gehört Snus ähnlich wie Kaugummi oder Kaffee für viele erwachsene Menschen zum Alltag.
Die Bestandteile von Snus sind fein gemahlener Tabak, Wasser, Feuchthaltemittel, Salz oder Aroma. Dieser Oraltabak ist inzwischen in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Ein wichtiger Bestandteil von Snus ist Nikotin. Daher macht dieses Produkt abhängig.
In der Europäischen Union darf Snus ausschließlich in Schweden verkauft werden.
Nikotinbeutel werden auch als Nikotin-Pouches oder Nikotin-Pods bezeichnet. Auch sie werden zwischen Lippe und Zahnfleisch gelegt. Sie sehen den Snus zum Verwechseln ähnlich. Nikotinbeutel sind frei von Tabak und bestehen aus Pflanzenfasern, Aromen, Füllstoffen und zugesetztem Nikotin in Form von Salz.
Unterschiede zwischen Snus und Nikotinbeuteln
Snus enthalten Tabak und sind feucht. Im Gegensatz dazu sind Nikotinbeutel frei von Tabak und trocken. Auch abseits davon unterscheiden sich die Produkte in ihrer genauen Zusammensetzung.
Rechtliche Handhabung in Deutschland
Obwohl beide Produkte in Deutschland nicht gehandelt werden dürfen, gibt es erhebliche Unterschiede in der rechtlichen Einordnung. Diese Unterschiede sind primär im Gehalt von Tabak begründet:
| Die Gesetzeslage bei Snus: | |
| ➤ | Tabakerzeugnisgesetz: Snus sind tabakhaltig und fallen unter das Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG). |
| ➤ | Verkaufsverbot: Laut Paragraf 11 TabakerzG dürfen diese zum oralen Gebrauch bestimmten Tabakerzeugnisse nicht in Verkehr gebracht, also nicht verkauft oder weitergegeben werden. |
| Die Gesetzeslage bei Nikotinbeuteln: | |
| ➤ | Lebensmittelrecht: Nikotinbeutel enthalten keinen Tabak und fallen daher unter das Lebensmittelrecht. Behörden und Gerichte stufen sie als Lebensmittel im Sinne des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) ein. |
| ➤ | Novel Food: Nikotinbeutel gelten als sogenanntes "Novel Food" (neuartiges Lebensmittel). |
| ➤ | Sicherheitsbedenken: Weiterhin werden sie als nicht sichere Lebensmittel eingestuft, da sie Nikotin als hochwirksamen und giftigen Stoff enthalten. Sie wurden im Vorfeld keiner gesundheitlichen Prüfung oder Zulassung unterzogen. |
| ➤ | Verkaufsverbot: Auch bei Nikotinbeuteln sind Verkauf und Weitergabe strikt verboten. |
Regelung für den Eigenbedarf
Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind, dürfen jedoch geringe Mengen Snus oder Nikotinbeutel für den Eigenbedarf besitzen oder konsumieren. Der Gesetzgeber will mit seinen Verboten nicht die Verbraucher bestrafen, sondern in erster Linie den Markt austrocknen.

Wieviel Nikotin ist in Nikotinbeuteln enthalten?
Der Nikotingehalt von Nikotinbeuteln unterscheidet sich je nach Sorte und Marke. Nikotinbeutel sind echte Nikotinbomben. Ein einziger Beutel kann so viel Nikotin wie zwei bis sechs Zigaretten enthalten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in einer Untersuchung einen Nikotingehalt von 1,79 Milligramm bis 47,5 Milligramm pro Beutel festgestellt. Im Mittel liegt der Nikotingehalt pro Beutel bei 9,48 Milligramm. Für den Rauch einer Zigarette liegt die Obergrenze für den Nikotingehalt bei einem Milligramm.
Ähnlich hoch kann der Nikotingehalt von Snus sein.
Ein einziger Nikotinbeutel kann den Effekt von mehreren Zigaretten haben und schneller Abhängig machen. Er kann extreme Nebenwirkungen wie Nervosität, Kreislaufprobleme, Übelkeit, Erbrechen oder Tremor (unwillkürliches, rhythmisches Zittern eines oder mehrerer Körperteile) haben. Studien über Langzeitfolgen des Konsums von Nikotinbeuteln liegen noch nicht vor.
Wirkung von Snus und Nikotinbeuteln
Snus und Nikotinbeutel werden auf die gleiche Weise angewendet. Sie geben das Nikotin direkt über die Mundschleimhaut ab, das dann in den Blutkreislauf gelangt. Beide Produkte haben einen ähnlichen Effekt wie das Rauchen. Sie führen zu einer kurzzeitigen Entspannung und aktivieren das Belohnungssystem im Gehirn.
Das in Snus und Nikotinbeuteln enthaltene Nikotin wirkt stark auf Herz und Kreislauf. Der Blutdruck und die Herzschlagfrequenz werden erhöht. In einer Studie wurde die Wirkung von Snus mit einem Nikotingehalt von acht Milligramm pro Beutel untersucht. Der Herzschlag stieg nach einer Nutzung von Snus über 60 Minuten um elf Schläge (mittlerer Wert) pro Minute.
| Mittlere bis starke Irritation der Mundschleimhaut | Herzpochen | Übelkeit |
| Rachenirritationen | Benommenheit | Schweißbildung |
| Kopfschmerzen | Schwindel | kalte Hände und Füße |
Auch beim Konsum von Nikotinbeuteln schlägt das Herz deutlich schneller. Der Herzschlag ist ähnlich stark wie bei einer Zigarette. Die Blutgefäße werden steifer. Die Mundschleimhaut wird auch beim Konsum von Nikotinbeuteln gereizt.

Risiken von Snus und Nikotinbeuteln
Snus und Nikotinbeutel sind nicht so harmlos, wie sie teilweise beworben werden. Sie sind zwar frei von Rauch und Teer, da nichts verbrennt, doch die Risiken sind nicht zu unterschätzen:
| Kategorie | Beschreibung |
| ➔ Suchtgefahr und Überdosierung | Ein einziger Beutel hat den gleichen Effekt wie mehrere Zigaretten. Da der Nikotingehalt eines Beutels deutlich höher als bei einer Zigarette ist, besteht eine höhere Suchtgefahr. Für Jugendliche sind die Risiken aufgrund des sich noch in der Entwicklungsphase befindlichen Gehirns noch höher. |
| ➔ Störungen von Herz und Stoffwechsel | Puls und Blutdruck werden durch das enthaltene Nikotin gesteigert, die Blutgefäße werden verengt. Das Risiko für Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt ist erhöht. Nikotin beeinflusst den Zuckerstoffwechsel. Für Typ-2-Diabetes besteht ein höheres Risiko. Studien zufolge können regelmäßige Konsumenten eine Insulinresistenz entwickeln. |
| ➔ Mund- und Zahnerkrankungen | Mundschleimhaut, Zahnfleisch und Zähne werden durch die Nikotinprodukte gereizt. Risiken bestehen für Zahnfleischentzündungen, Zahnverfärbungen und Zahnfleischrückgang. |
| ➔ Psychische und kognitive Risiken | Die Aktivität von Botenstoffen im Gehirn wird durch Nikotin verändert. Das Belohnungssystem kann sich an das ständige Hoch gewöhnen. Langfristig kann es zu Stimmungsschwankungen, Schlafproblemen und Entzugserscheinungen kommen. |
| ➔ Erhöhtes Krebsrisiko | Reines Nikotin löst ohne Verbrennungsprozess nicht direkt Krebs aus. Ein erhöhtes Krebsrisiko besteht jedoch bei chronischen Entzündungen von Mundschleimhaut, Verdauungstrakt und Bauchspeicheldrüse. Bei bestehenden Krebserkrankungen können sich die Heilungschancen verschlechtern. |
Gefährlich sind Snus und Nikotinbeutel insbesondere für:
- Kinder und Jugendliche
- Nichtraucher
- Schwangere und Stillende
- Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Schauen Sie sich in Ruhe in unserem Online-Shop um. Sie finden dort Alternativen zu Tabak und verschiedene nikotinfreie Produkte. Zudem bieten wir Ihnen Raucherzubehör und verschiedene Süßigkeiten wie Schokolade oder Gummibärchen.
Autor: Maria L.
Fotos: Tabak Brucker, Canva, Google Gemini. Die Bilder in diesem Artikel wurden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet.
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