Was ist Whisky? Der ultimative Ratgeber zu Sorten, Herstellung und Geschmack

Was ist Whisky? Eine Definition
Nun fangen wir erstmal mit dem Namen an. Whisky oder auch Whiskey (Beide Schreibweisen sind richtig je nach Herkunft des Getränks) bedeutet im Deutschen "Wasser des Lebens", aber dies ist keine genaue Definition.
Hinweis: Um keinen Hersteller zu bevorzugen, werden wir an Stellen wo die Herkunft nicht genauer definiert ist, deshalb die Schreibweise Whisky verwenden.
Grundsätzlich besteht ein Whisky aus Wasser, Hefe und Getreide. So kurz so gut. Aber etwas mehr gehört schon dazu. Betrachten wir hierfür die Definition der E.U. (Europäischen Union).
Laut der E.U. ist ein Whisky eine Spirituose, welche aus vergorener (gemälzter) Getreidemaische und Destillation gewonnen wird und im Anschluss für mindestens 3 Jahre in Holzfässern gelagert wurde.
Sollte einer der Punkte nicht oder nur teilweise erfüllt sein, darf das Getränk nicht die Bezeichnung Whisky / Whiskey tragen. In diesem Fall dürfen sie aber dennoch am Markt verkauft werden und können durchaus äußerst schmackhaft sein, besitzen dann aber Bezeichnungen wie zum Beispiel "Spirit" oder ähnliches.
Häufig tauchen in Verbindung mit den Whisky-Sorten auch Begriffe wie Volumenprozent, Small Batch, Single Cask, Cask Strength, Drinking Strength usw. auf.
Volumen-Prozent (Vol.):
Die Bezeichnung Volumenprozent (kurz Vol. %) gibt an, wie viel Milliliter eines Stoffes (zu meist Alkohol) in 100 Millilitern einer Flüssigkeit (in unserem Fall Whisky) enthalten sind.
Beispiel: Hat ein Whisky mit 100ml ein Alkoholgehalt von 42%Vol., so beinhaltet dieser 42ml reinen Alkohol.
Small Batch:
Small Batch (Kleine Charge) Whisky werden nur in "kleineren Mengen" produziert. Mit der Verwendung von speziellen Zutaten und Holzfässern entstehen so durch die Master-Destiller (Brennmeister) - stark überwachte und qualitativ besonders hochwertige Whisky.
Anmerkung: Small Batch muss nicht automatisch bedeuten, dass es von dieser Whisky-Sorte nur wenige Liter gibt. Denn Small Batch, also eine kleine Charge, ist ein äußerst relativer Begriff.
Beispiel: Nehmen wir eine Literzahl von 100.000 Litern an, und betrachten diese Zahl mit den Augen eines großen internationalen Whisky Herstellers. So ist diese Literzahl durchaus eine Small Batch also kleine Charge. Aber sehen wir diese 100.000 Liter aus der Sicht eines kleinen Whisky Herstellers z.B. einer kleinen Whisky Manufaktur, so ist eine solche Literzahl für diese durchaus eine Großproduktion, um nicht gar zu sagen unerreichbar.
Fazit Small Batch: Bei der Bezeichnung Small Batch sollten Sie immer (wenn möglich) auf die produzierte Literzahl und auf die Größe der Hersteller-Destillerie achten. Setzen Sie beide Faktoren in Relation zueinander und dann entscheiden Sie für sich, ob es sich in Ihren Augen wirklich um eine Exklusive Small Batch (kleine Charge) oder um cleveres Marketing handelt.
Single-Cask (Single Barrel):
Single-Cask oder auch Single Barrel bedeutet im Deutschen so viel wie "Einzelfassabfüllung ". Das bedeutet, dass eine Whisky-Sorte nur aus einem einzigen Holzfass stammt. Hierbei werden keine Whiskyfässer miteinander vermählt (gemischt), was zu einer sehr einzigartigen und exklusiven Whisky Sorte führt. Diese Exklusivität wird natürlich über einen höheren Anschaffungspreis kompensiert.
Cask-Strength:
Als Cask Strength (Fassstärke) bezeichnet man den Alkoholgehalt (Vol.) im Holzfass ohne Reduzierung mit Wasser auf die Trinkstärke.
Cask-Finish:
Als Cask-Finish im Sinne eines Whiskys bezeichnet man die Nachreifung in einem zweiten, andersartigen Holzfass. Das bedeutet nach der traditionellen Fassreifung (Eiche), eine Umfüllung für eine zusätzliche Reifezeit in einem anderen Holzfass mit Vorgeschichte wie z.B. Rum-, Portwein- oder Sherry Fässer.
Drinking Strength:
Als Drinking Strength (Trinkstärke) bezeichnet man den Alkoholgehalt (Vol.) nach der Reduzierung mit Wasser auf die gewünschte "trinkbare" Stärke.
No-Age-Statement oder auch NAS:
No-Age-Statement Whiskys sind Abfüllungen ohne Altersangaben auf dem Etikett. Ohne die Angabe der Reifungsdauer können die Whisky Destillerien mit mehr Spielraum beim Mischen verschiedener Jahrgänge vorgehen und so neue Geschmacksprofile kreieren. Dabei sind sie nun ohne die Angabe des Alters des jüngsten Whiskys nicht länger eingeschränkt. Wir erinnern uns, gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Whisky wenigstens 3 Jahre gereift sein muss. Allerdings sind viele NAS-Abfüllungen häufig zwischen 5 und 9 Jahren alt und somit deutlich älter.
Hinweis: Natürlich sind alle genannten Angaben zu den Whisky-Arten und Sorten sowie ihre Geschmacksprofile eher subjektiv zu behandeln, da das Geschmacksempfinden nun mal bei jedem Menschen anders ausfällt. Deshalb empfehlen wir sogenannte Whisky-Tasting-Sets um gerade bei Einsteigern erst einmal die persönlichen Vorlieben herausfinden zu können.
Die Geschichte des Whiskys: Von den Ursprüngen bis heute
Bis heute ist nicht genau geklärt ob nun Irland oder Schottland das Ursprungsland des Alkoholdestillates war. Aber so hat jedes der Herkunftsländer seine eigene individuelle und interessante Geschichte.
Die Anfänge dieses edlen Getränks sind nicht genau dokumentiert und somit gibt es verschiedene Ansätze die wir hier möglichst kurz beleuchten wollen. Dies ist nicht immer konkret belegbar, sondern rutscht hier und da durchaus in den Bereich von Überlieferungen und Legenden ab.
Fakt ist allerdings daß der Weg des Whiskys in allen Ländern wo er in der heutigen Zeit überwiegend produziert wird, eher steinig und zuweilen auch hart umkämpft war.
Natürlich gibt es viele Länder die dieses schmackhafte Destillat produzieren, unter anderem Kanada, Japan (landessprachlich Nippon) und auch Deutschland, aber wir werden hier hauptsächlich die 3 größten Whisky Kategorien geschichtlich Betrachten.
Dazu gehören die USA, Irland, und Schottland.

Schottland:
Eine erste Erwähnung eines gebrannten Destillates bezieht sich auf eine Urkunde in Schottischen Steuerunterlagen aus dem Jahre 1494, nach der der Benediktiner Mönch John Cor aus dem Kloster Lindores Malz zur Herstellung von Aquavit („Lebenswasser“) erwarb.
Es dauerte nicht lange und es bildeten sich die ersten "privaten" Clan-Destillerien. Fast jeder schottische Clan begann mit der Produktion seines eigenen "Scotch-Whiskys" (auch kurz Scotch genannt) für den eigenen Gebrauch. Der damals hergestellte Brand war natürlich nicht zu vergleichen mit dem was wir heute kennen. Er war zum einen klar und wurde zum anderen mit Pflanzenstoffen z.B. Kräutern aromatisiert, weshalb dieser Brand also als Aquavit ("Lebenswasser") betitelt wurde.
Seit 1644 wurde Whisky in Schottland offiziell besteuert, woran sich aber niemand hielt. Somit wurde 1707 das Produzieren dieser Spirituose ohne eine staatliche Lizenz verboten.
Erst Anfang des 18. Jahrhunderts wurde damit begonnen, diesen Brand in Holzfässern für längere Zeit zu lagern und nicht nur zu transportieren. Damit begann die Geschichte des Scotch-Whiskys mit seiner typischen dunklen Farbe und seiner heute bekannten Aromatik.
Im Verlauf der folgenden Jahre kam es wegen der hohen Steuern und des Verbotes immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Steuereintreibern und Schmugglern. Dieser Widerstand dauerte fast 200 Jahre an.
1822 wurde der Illicit Destillation Act (das Gesetz über illegale Destillierung) beschlossen und das Steuerrecht etwas einfacher gestaltet, was aber auch zusätzlich die Rechte der Großgrundbesitzer stärkte. Dies führte erneut zu Unruhen wodurch 1823 der Act of Excise verabschiedet wurde. Dieser sah vor, dass das Brennen für eine Gebühr von 10 Pfund und einem festgelegten Steuerbetrag pro Gallone legal wurde. Zudem wurde eine Mindestgröße für die Brennblasen auf 40 Gallonen (ca. 182 Liter) festgelegt.
Durch diese Neuerungen wurde die legale Produktion endlich wieder rentabel und viele illegale Brennereien verschwanden von der Bildfläche. Zudem führte dies zu einer größeren Verbreitung von Whisky auf den gesamten Britischen Inseln und letztlich weltweit.
Im Jahr 1915 wurde die Mindestlagerdauer von 3 Jahren von Schottischem-Whisky (Scotch) eingeführt, um einen zusätzlich höheren Qualitätsstandard zu gewährleisten, der bis heute anhält.
(Es gab noch viele weitere Neuerungen und Innovationen bis heute, aber dies würde an dieser Stelle zu weit führen.)
Auch im Jahr 2025 steht der Scotch-Whisky weltweit für höchste Qualität und besten Geschmack ohne Kompromisse.
Tipp: Beachten Sie bei der Wahl eines Scotchs die jeweilige Region aus der dieser stammt. Von den regionalen Eigenheiten eines Scotchs ist sein Geschmacksprofil stark abhängig. Siehe Bereich: Die Whisky-Sorten aus Schottland.

Irland:
Auf der Irischen Insel existiert im Red Book von Ossory eine Rezeptur, welche von Richard de Ledrede (dem Bischof von Ossory) ca. 1324 aufgezeichnet wurde. Die Aufzeichnungen beinhalten eine Rezeptur zur Herstellung von Aqua Vitae (auch hier Lebenswasser). Das Buch mit den Aufzeichnungen befindet sich heute in der St. Canice’s Cathedral (Kilkenny). Nach dem heutigen Stand des Geschichtswissens sind diese Aufzeichnungen der früheste Fund über die Irische Whiskey Geschichte.
Ob das aber als Nachweis für eine erste Whiskeyproduktion reicht mag dahingestellt sein. Ein Fakt ist aber, dass die ersten Destillationen innerhalb von Kirchengemäuern stattfanden (egal ob in schottischen oder irischen Regionen).
Oft brachten die Mönche dieser Kirchen von ihren langen Reisen zu ihrer Zeit moderne Erfindungen und Wissen aus den verschiedensten Ländern mit zurück nach Hause. Mit dabei die Gerätschaften und das Wissen über die Destillation, also alles was man für die Herstellung eines Whiskeys braucht.
Innerhalb kurzer Zeit begannen auch hier Privatleute selbst zu Destillieren und es wurde gang und gebe, dass in jeder Dorfgemeinschaft einige Haushalte destillierten oder zumindest Bier brauten.
Die Notwendigkeit stand hier vor dem Genuss bzw. dem Rausch des Alkohols, denn das geerntete Korn in den Lagerhäusern war dort nicht lange haltbar. Dies konnte man in Form der Destillate ändern.
Durch die sprachlichen Eigenheiten der Region, sowie der Zeit und Bildung der Menschen wurde aus dem lateinischen Aqua Vitae dann das heutige Wort Whiskey geprägt.
Als der Erfolg des Destillates nicht ausblieb und dieses sich schnell verbreitete, wollten die Herrschenden des Landes über den Verkauf von "Brennrechten" versuchen die Herstellung zu regulieren. Das älteste bekannte Brennrecht wurde 1608 einem Adligen in der Grafschaft Antrim von König Jakob dem VI. verliehen. Daraus entstand dann Mitte des 18. Jahrhunderts die heute noch aktive Brennerei Bush Mills Destillery.
Ca. in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts bemerkte die englische Krone das Einnahmenpotential und beschloss ab 1661 eine Besteuerung der Destillate. Dies scheiterte aber kläglich da sich niemand daranhielt. Stattdessen wuchs im 18. und auch 19. Jahrhundert die Anzahl der vorwiegend illegalen Brennblasen auf fast 3000 an. Durch die relativ kleine Größe der genutzten Brennblasen wurde die Bezeichnung Poitín zum Begriff für illegale Destillate. Das Wort Poitín bedeutet nämlich im irischen so viel wie "Kleiner Topf".
Während des rasenden Erfolgs des Poitín stieg die Nachfrage durch die britische Oberschicht nach irischem Whiskey an, denn diese hatte das Getränk nun endlich für sich entdeckt. Hierdurch entstanden vor allem in den Hafenstädten die ersten großen Spirituosen-Destillerien wie z.B. Locke’s Destillery in Kilbeggan. Diese ist mit einer Lizenz die bis auf das Jahr 1757 zurück geht, nicht nur die Älteste durchgehend lizensierte Spirituosen-Destillerie in der Irish Whiskey Geschichte, sondern sogar auf der ganzen Welt.
Durch den weiterhin steigenden Erfolg des Malt-Whiskeys beschloss die englische Krone 1785 auf das Malz eine neue Steuer zu erheben. Dies veranlasste die Irischen Destillerien dazu, gemälzte und ungemälzte Gerste-Sorten miteinander zu mischen und somit die erhobenen Steuern etwas zu senken. Dies war die Geburtsstunde des Irish Pot Still Whiskey, welcher selbst noch in der heutigen Zeit eine Besonderheit in der Whiskey-Welt darstellt. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts waren die irischen Brennereien die größten weltweit und bestimmten so den gesamten Weltmarkt. Der Irish-Whiskey war am Höhepunkt seiner Geschichte angekommen.
Wie bei vielen Marktführern kam auch hier zum Ende des 19. Jahrhunderts der große Zusammenbruch. Dieser wurde durch verschiedenste Ereignisse herbeigeführt. Hier listen wir Ihnen ein paar auf:
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Die Temperance Movement eine radikale, massive Anti-Alkoholbewegung breitet sich aus.
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Neue Herstellungsverfahren werden von den traditionalistischen irischen Brennereien abgelehnt, was dem dadurch in größeren Massen produzierten und günstigeren Scotch zu seinem Vormarsch verhalf.
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Von 1914 bis 1918 schränkt der 1. Weltkrieg nicht nur die Produktions- sondern auch Exportmöglichkeiten extrem ein.
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Zwischen 1919 bis 1921 wurde der Unabhängigkeitskampf erfolgreich beendet, aber der Absatzmarkt des Vereinigten Königreichs (inkl. seiner Kolonien) ging hierbei verloren.
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In den USA wird zwischen 1920 bis 1933 die Prohibition ausgerufen, was den größten Absatzmarkt wegfallen lässt.
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Der Anglo-Irische Wirtschaftskrieg von 1933 bis 1938 stellt den Höhepunkt des wirtschaftlichen Streits dar.
Das alles führte zu einem gewissen Niedergang des Irish-Whiskeys. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war ein großer Teil der Produktion verschwunden und die einstige Marktstellung war nun endgültig vorbei.
Um nicht gänzlich zu verschwinden begannen die übrigen Whiskey-Destillerien miteinander zu Fusionieren und ihre letzten Kräfte so miteinander zu verbinden. Am Ende entstanden so in den 1970er Jahren die letzten zwei großen Brennereien:
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Die Bush Mills Destillery in Antrim
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Die Middleton Destillery in Cork
Erst im Jahr 1987 kommt in Louth mit der Cooley Destillery eine 3. Destillery dazu. Diese wurde zuerst verboten, bis zu der Rückkehr des Irish-Whiskeys ab dem Jahr 2012. Bis 2025 gibt es inzwischen mehr als 40 Brennereien die sich erfolgreich etabliert haben. Vor allem in Dublin sind etliche davon entstanden und erfolgreich am Markt.

USA (United States of America):
Der Bourbon-Whiskey entstand zu einer Zeit in der das historische Bourbon-County noch im Westen Virginias lag, da der Bundesstaat Kentucky, erst später noch aus einem Teil Virginias neu gegründet werden musste. Und da die ersten Einwanderer, welche den Westen Virginias besiedelten, zu einem nicht unerheblichen Teil aus schottischer Herkunft stammten, brachten sie ihr Wissen über die Whiskyherstellung aus ihrer Heimat mit.
Ca. 1662 begannen die Siedler Nordamerikas in Connecticut nachweislich das erste Bier mit Mais als Grundstoff zu brauen, dies blieb aber dennoch für die Menschen im Norden und Osten der USA eher eine Seltenheit. Im Süden und Westen allerdings konnten sich die Siedler recht schnell bei den Native Americans oder auch First Nations (indigene Völker des Amerikanischen Kontinents) abschauen, dass Mais im Süden und Westen der USA sehr viel besser wuchs als die damaligen Getreidesorten aus Europa. Denn Mais wächst und reift im Klima des Südens in kürzester Zeit (ca. 3 Monate) und benötigt keine allzu große Vorbereitung des Bodens. So konnten sie einfach die vorhandenen Bäume fällen, das Holz für Bauprojekte nutzen und mussten die Baumwurzeln für den Maisanbau vorher nicht aufwändig entfernen.
Auf Grund des hohen Ertrages den die Siedler einfuhren, standen sie nun vor dem Problem der Lagerung. Der überschüssige Mais der nicht schnell genug gegessen oder an ihre Tiere verfüttert wurde, musste irgendwie haltbar gemacht werden. So wurde dieser zu Whiskey weiterverarbeitet und platzsparender gelagert, womit er gewissermaßen ohne Begrenzung haltbar wurde.
Auch als leicht zu transportierendes Handelsgut konnte die Whiskey-Spirituose eingesetzt werden, denn während Farmer für ca. 25,4 Kg Mais (einem Bushel) ungefähr 10 Cent einnahmen, konnten sie mit ihrem Destillat mehr als 1 Dollar einnehmen. Somit wurde die Whiskey-Spirituose zusammen mit Hanf und Mehl zu einem der der wichtigsten Handels- und Tauschgüter dieser frühen Besiedlungszeit. Die Produzenten waren häufig Farmer, für die neben ihren anderen landwirtschaftlichen Tätigkeiten das Whiskeybrennen nur eine von vielen Aufgaben war.
Neben dem aufwändigen Import von Brennblasen aus Kupfer über die Appalachen, begannen im Laufe der Zeit die ersten Handwerker diese vor Ort herzustellen. Einige andere Produzenten begannen für die anfänglichen Brennvorgänge ausgehölte Baumstämme zu benutzen. Hierbei leiteten sie heißen Alkoholdampf in den Baumstumpf, der dann kondensierte, und fingen dieses erste Destillat wieder auf. Im zweiten Brennvorgang wurde dabei nun eine Brennblase eingesetzt und das Ergebnis war der so genannte Log and Copper Whiskey.
1794 nach Beendigung der Whiskey-Rebellion zog es viele Brenner aus Pennsylvania in den Süden und Westen jenseits des Cumberland Gap (ein Gebirgspass) in das heutige Kentucky. Zu Beginn der nordamerikanischen Besiedlung waren Rum und auch Gin die Spirituosen, welche an der Ostküste am meisten gebrannt wurden. Erst die Besiedlung des Westens begann eine Änderung herbei zu führen. Denn die Basisstoffe für Rum und Gin mussten importiert und bis zu den verschiedenen Brennern z.B. aufwändig über den Weg der Appalachen (ein bewaldetes Gebirgssystem) transportiert werden. Deshalb wichen diese immer häufiger auf bereits vorhandene regionale Rohstoffe aus.
Abgesehen von dem aus Äpfeln produzierten Apple-Jack (einen Apfel Brandy) fingen die Siedler an, auch Getreide durch Destillation zu Alkohol zu verarbeiten. Einige Einwanderer brachten die Destillations-Technik wohl aus Europa mit. Die ersten Regionen der Whiskey-Herstellung in Amerika lagen in den Staaten Maryland, Pennsylvania. Die hier am stärksten Verbreitete Whiskey-Sorte war der Rye Whiskey (aber zu den Whiskey-Sorten später mehr).
Der erste Mensch der laut Legende in Kentucky eine Whiskey-Spirituose produzierte, soll 1789 der Baptistenprediger Elijah Craig im heutigen Bourbon-County (Kentucky) gewesen sein. Allerdings tauchte diese Aussage erstmals im Jahr 1874 auf und inzwischen wurde der erste Mais Anbau, sowie die erste Whiskey-Herstellung in den 1770ern Jahren nachgewiesen.
Der vermutliche Ursprung dieser Legende begründet sich wahrscheinlich auf den Zeitraum in dem sie zum ersten Mal auftrat. Im Zeitraum um 1874 begann eine Abstinenzbewegung stark zu wachsen. Diese Bewegung sorgte dafür, dass viele "Brennereien" (um nicht ins Fadenkreuz dieser zu geraten) ihre Unterlagen und Aufzeichnungen zum Thema Alkohol destillieren vernichteten. Damit diese Bewegung wieder an Zuspruch verlor und um ihre moralischen Argumente zu entkräften, wurde eben die Geschichte eines christlichen Predigers als Urvaters des Whiskeys erfunden. Bedauerlicherweise wurde hierdurch die Möglichkeit des genauen Nachvollziehens der Bourbon-Whiskey Entstehung zum großen Teil zerstört.

Belegte Fakten:
In Kentucky begann sich eine regelrechte Brennereilandschaft zu entwickeln. Viele Bauern begannen ihren Mais und auch andere Getreidesorten für die Weiterverarbeitung zu verschiedenen Whiskey-Sorten zu verkaufen. So ist es kein Wunder, dass der Kentucky-Whiskey bereits vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg (von 1861 bis 1865) einen sehr guten Ruf hatte und weitreichend als Bourbon County Whiskey bekannt wurde.
Zu dieser Zeit wurde aus allem Alkohol gebrannt was gerade vorhanden war. Dazu gehörten Zutaten wie Getreide, unter anderem Roggen oder Mais aber auch Früchte wie Pfirsiche und Äpfel.
Allerdings wurde der Bourbon-Whiskey, welcher am Ende des 18. Jahrhunderts bis Beginn des 19. Jahrhunderts westlich der Appalachen hergestellt wurde, noch nicht in Holzfässern gereift. Er wurde einfach abgefüllt und getrunken was dazu führte, dass er eher einem Wodka als einem heutigen Bourbon ähnelte.
Erst Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich allmählich im Südosten der USA der Vorgang, die alkoholischen Getränke über mehrere Jahre zu Gunsten des Geschmacks reifen zu lassen.
Wie bereits beschrieben ist die genaue Herkunft des Amerikanischen-Whiskeys und letztlich des Bourbons heute nicht mehr genau nachvollziehbar und lässt sich nur schwer eingrenzen. Bekannt ist aber, dass noch vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg zwei Vorgänge entstanden die den Bourbon-Whiskey von den anderen Amerikanischen-Whiskys unterscheidet.
1. Die Nutzung von fermentierter saurer Maische
James C. Crow gilt als Entwickler der Gärung mit saurer Maische. Er entdeckte sie wahrscheinlich, als er anfing mit Geläger von Bier (Geläger ist der Bodensatz aus abgestorbenen Hefen) anstelle von frischer Hefe, die Gärung der Maische zu beginnen. Denn diese Geläger enthielten unter anderem Milchsäure-Bakterien, welche dem Whiskey so am Ende einen besonderen Geschmack verliehen.
Somit wurde James C. Crow zum ersten Master Destiller, der mit Hilfe von wissenschaftlichen Methoden versuchte die präzise Kontrolle über die Prozesse des Brauens und Brennens zu bekommen. Deswegen legte der in Edinburgh zum Arzt und Chemiker ausgebildete Crow auch während der gesamten Herstellung besonders großen Wert auf Hygiene.
Der Old-Crow-Whiskey war am Ende des 19. Jahrhunderts eine der bekanntesten Whiskey-Spirituosen mit hoher Qualität in den gesamten USA. Nach und nach begannen selbst Spirituosen-Destillerien außerhalb des Bourbon-Countys diese Art der Produktion zu übernehmen und der Bourbon-Whiskey wurde zum Inbegriff einer bestimmten Whiskey-Art.
2. Die Lagerung in angekohlten Eichenfässern (Zumeist amerikanische Weißeiche)
Seit der Antike ist bereits bekannt, dass die Lagerung von Alkohol in Eichenfässern diesen länger haltbar macht. Die Spirituosen-Brennereien des Bourbon-Countys kopierten diese Art der Lagerung wahrscheinlich von den Rumherstellern der Westindischen Inseln, welche ihren Rum bereits schon länger in ähnlichen Holzfässern lagerten, um diesen haltbarer und aromatischer zu machen.
Die erste Spirituosen-Destillerie im industriellen Sinne eröffnete 1816 in Louisville (Kentucky). Die Hope Destilling, welche in New England registriert war, investierte über 100.000 Dollar Kapital in ca. 100 Acres Land und Maschinen, die rund 30 Männer Arbeitskraft ersetzen konnten.
Allerdings war der Markt noch nicht groß genug, weshalb die Hope Destilling nach wenigen Jahren wieder aufgegeben musste. Erst mit der Verbreitung der Eisenbahn in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte sich der Whiskey aus Kentucky in den gesamten USA besser verbreiten.

Das Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs
Als der Amerikanische Bürgerkrieg 1865 vorbei war, schadete dies weiterhin den Destillerien, welche noch nicht im Bürgerkrieg zerstört wurden, denn sie litten unter den gestörten Transport- und Handelswegen. Zudem hatte Abraham Lincoln 1862 eine Branntweinsteuer eingeführt, um den Krieg finanzieren zu können. Das trieb einen großen Teil der kleineren Destillerien in den Ruin und sie mussten schließen. Der Wandel zu größeren und moderneren Destillerien war nicht mehr aufzuhalten. Sie hatten größere finanzielle Reserven und konnten so die Steuern vorstrecken und weiterhin den steigenden Bedarf abdecken.
1897 wurde mit dem Bottled-in-bond Act ("Abgefüllt unter Zollaufsicht“) versucht, dass so bezeichnete Whiskey-Spirituosen unter Kontrolle der Regierung für mindestens 4 Jahre in vorgegebenen Lagerhäusern gereift und anschließend mit mindestens 50% Vol. auch in Flaschen abgefüllt wurden. Mit dieser Vorschrift konnten verantwortungsbewusste Whiskey-Brennereien ihre Produkte gegenüber anderen Marken am Markt qualitativ gut differenzieren.
1907 und 1909 erließ der US-Kongress Gesetze, um den Begriff Bourbon weiter zu definieren und gewisse Standards zu etablieren. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann sich die Abfüllung in Flaschen anstelle von Holzfässern auszubreiten. Dies lag mit Sicherheit auch daran, dass Michael J. Owens die erste automatisierte Abfüllanlage erfand.
Ab der 19. Jahrhundertwende beteiligten sich viele Einwanderer jüdischer Abstammung an der Whiskeyproduktion. Zumeist fanden sie im Handel von Alkohol ein erstes Standbein, um in den USA endgültig Fuß zu fassen. Ein paar wenige von ihnen begannen sogar selbst zu produzieren oder gründeten eigene Destillerien. In den großen Whiskey-Zentren wie z.B. Kentucky, Ohio, Louisville, Cincinnati und Chicago (Illinois) hatten sie zu gut einem Viertel Anteil am gesamten Whiskey-Handel.
Mit Beginn der Prohibition (das gesetzliche Verbot von Drogen, US-weit Alkohol von 1920 bis 1933) wurde diese jüdische Beziehung zur Whiskeyproduktion und dem Vertrieb oft von antisemitischen Fürsprechern der Prohibition ausgenutzt, um der Industrie nachhaltig zu schaden. Henry Ford, welcher als ein ausgesprochener Gegner des Alkohols und Antisemit bekannt war, schimpfte gegen diese jüdischen Spirituosen-Brennereien, da diese "durch das jüdische Monopol ruiniert würden."
Er behauptete sogar, dass den Städten Cincinnati und Louisville durch den jüdischen Einfluss nichts Amerikanisches mehr anhaften würde.
Während der Prohibition durften gerade mal 6 Spirituosen-Brennereien weiterhin Alkohol produzieren. Dieser war allerdings ausschließlich für medizinische Zwecke bestimmt. Hier sprach man von „Medizinischen-Whiskeys“, welcher nur gegen Vorlage eines Rezeptes ausgehändigt werden durfte. Somit verlor der Bourbon-Whiskey in den Vereinigten Staaten nach und nach an Bedeutung.
Nach dem Ende der Prohibition waren viele Liefer- und Vertriebsketten des Bourbons zusammengebrochen, zudem hatten sich die Amerikaner an den milderen kanadischen Gin- und Whiskeygeschmack gewöhnt, welcher jahrelang in die USA geschmuggelt wurde. Somit konnte der Bourbon-Whiskey nicht mehr an seinen einstigen Erfolg vor der Prohibition anknüpfen und verlor selbst gegenüber Wodka und Rum an Beliebtheit.
Nachdem viele Fachleute mit ihrem Wissen dem Bourbon-Whiskey den Rücken gekehrt hatten, war es für viele Whiskey-Brennereien schwer zu überleben. Denn sie hatten kaum mehr Lagerbestände übrig und brauchten erstmal einige Jahre, um wieder neuen Bourbon-Whiskey reifen zu lassen. In dieser Zeit nutzten die Schotten und Kanadier die Chance, um mit ihren Whiskey-Produkten Marktanteile gutzumachen, und konnten diese im Anschluss auch halten.
Anfang 1940 hatte sich die Bourbon-Industrie wieder neu aufgestellt. Bis die USA am 7. Dezember 1941 mit dem Angriff auf Pearl Harbor Teil des 2. Weltkriegs wurden. Dies führte zu einer Verpflichtung der Spirituosen-Brennereien, Industriealkohol für die militärische Nutzung herzustellen und keinen Bourbon-Whisky. Die Rumindustrie, welche ihren Sitz in der Karibik hatte, konnte von dieser Situation erneut profitieren und weitere Marktanteile für sich gutmachen. Denn sie hatten genügend Nachschub und konnten zudem auch gut nachproduzieren.
Die US-Destillerien ihrerseits begannen Blended-Whiskey herzustellen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Dies war ein Whiskey, welcher mit reinem Alkohol und Aromastoffen verschnitten wurde, was den Whiskey-Brennereien zwar erstmal mehr Absatz einbrachte, ihnen aber dabei am Markt den negativen Ruf einer minderen Qualität bescherte.
Trotzdem begann die Bourbon-Whiskey-Produktion in den folgenden Jahren stetig wieder zuzunehmen. In den Jahren des Kalten Krieges (von 1947 bis 1989) war der Bourbon-Whiskey für viele US-Amerikaner ein „patriotischer Drink“. Dieser befand sich häufig im Gepäck der US-Army Soldaten und verbreitete sich so auf den internationalen Märkten. Die wohl bekanntesten Marken waren Jack Daniels und Jim Beam, deren Aufstieg zu den beliebtesten Bourbon-Marken in den späten 1950ern begann.
Vor 1959 war es üblich, dass Whiskey-Spirituosen nach 8 Jahren zu versteuern waren. Ab 1959 wurde ein Gesetz verabschiedet, welches diesen Zeitraum auf 20 Jahre erweiterte. Damit konnten die Whiskey-Brennereien ihre Produkte nun 12 oder 15 Jahre lagern, ohne vorab Steuern bezahlen zu müssen. Somit wurde ihr Sortiment wesentlich breiter aufgestellt und auch die Qualität deutlich besser.
1964 wurde durch eine Lobbygruppe um Lewis Rosenstil durchgesetzt, dass der Bourbon-Whiskey in den USA gesetzlich geschützt wurde. Somit hatten sie keine Konkurrenz durch ausländische Bourbon-Hersteller mehr zu befürchten.
Ende der 1960er brach der Markt allerdings erneut ein. Denn die junge Generation fand mit ihrem "neuen Zeitgeist" Getränke wie Wein, Tequila, Bier oder Wodka mehr in Mode, was für die Whiskey-Brennereien ein großes Problem darstellte. Die Lager waren voll und der Absatz ging zurück, also mussten die Whiskey-Brennereien ihre Produkte nahezu verschleudern. Die Endkonsequenz war in den 1970ern die Insolvenz oder die Übernahme vieler Whiskey-Brennereien durch finanzkräftigere internationale Konzerne.
Nur in den Südstaaten konnte der Bourbon-Whiskey seine Position behalten. Diese werden in der Bourbon-Industrie als „Bourbon Belt" (Bourbon-Gürtel) betitelt, können aber aufgrund ihrer geringen Größe nicht auf nationale oder gar internationale Trends reagieren.
In den USA erholte sich der Verkauf von Bourbon-Whiskey erst in den 1990er Jahren wieder und erreichte erst seit 2010 wieder Verkaufszahlen wie vor der Prohibition. Auf den stetig anhaltenden Trend zu weniger Alkoholkonsum reagierten zuerst die schottischen Hersteller, indem sie Produkte mit höherer Premium-Qualität und zu höheren Preisen auf den Markt brachten. Die Hersteller anderer Länder und Whiskey-Arten zogen diesem Trend bis heute ebenfalls nach.
Insgesamt kann man sagen, dass sich der Bourbon-Whisky von einem eher grobschlächtigen Massenprodukt (das überall aus allem hergestellt wurde, was zur Verfügung stand) zu einem qualitativ hochwertigen Premium-Produkt in Form von Straight-Bourbons und Co. entwickelt hat.
Anmerkung: Wie Sie sicher bereits festgestellt haben, wurden in diesen geschichtlichen Exkursionen der 3 wichtigsten Whisky-Kategorien einige Details hier und da weggelassen. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass es trotz teilweise mangelnder Nachweise extrem viele Details gibt, die an dieser Stelle einfach zu viel wären. Gerade bei Ländern wie den USA mit einem hohen Zuwanderungshintergrund und einer bewegten nationalen und internationalen Geschichte könnte man sicher noch viel mehr schreiben, aber wir sind bemüht gewesen, alle Informationen für Sie so detailliert und dennoch kurz wie möglich zu halten.
Die verschiedenen Whisky-Sorten
Nachdem wir nun die drei größten Whisky-Kategorien - Scotch Whisky, Irish Whiskey und American Whiskey (z. B. Bourbon oder Straight Bourbon) - betrachtet haben, wenden wir uns den einzelnen Arten bzw. Sorten zu. Häufig entspricht eine Art zugleich auch einer Sorte, wie etwa beim Tennessee Whiskey.
Auch Kategorien und Sorten aus anderen Ländern, beispielsweise Kanada und Japan (Nippon), werden dabei berücksichtigt.
Die verschiedenen Arten bzw. Sorten lassen sich den drei bereits bekannten Hauptkategorien wie folgt zuordnen:

Kategorie Schottischer-Whisky (Scotch):
Schottischer Single Malt Whisky wird zu 100 % aus gemälzter Gerste und Wasser hergestellt. Der Name bedeutet, dass er aus einer einzigen Brennerei stammt („Single“) und ausschließlich aus Malz („Malt“) besteht – ein Verschnitt mit anderen Whisky-Sorten ist dabei nicht erlaubt.
Die Art der Destillation, das Pot-Still-Verfahren (schwere, große Kupfer-Destillierapparate), ist ebenso wie seine Herkunft gesetzlich geregelt. Der Mindest-Alkoholgehalt des Scotch Single Malt Whisky beträgt 40% Vol. und er darf nur aus einer einzigen Destillerie stammen. Seine Fassreifung (meistens in ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Weißeiche) muss mindestens für 3 Jahre in Schottland stattgefunden haben.
Je nach Region seiner Herstellung besitzt er stark verschiedene Geschmacksprofile. Der schottische Single Malt Whisky ist gewissermaßen das Beste, was man beim Schottischen-Whisky erwarten kann. Insofern sich auf dem Etikett eines Single Malt Scotchs eine Altersangabe befindet, so ist immer der jüngste Tropfen der Abfüllung gemeint.
Blended Malt Scotch:
Blended Malt Scotch Whisky ist eine Mischung aus verschiedenen Malt-Whiskys, die auch aus unterschiedlichen Brennereien stammen können. Diese Whisky-Art wurde früher als „Vatted Malt“ bezeichnet. Durch die Kombination der einzelnen Bestandteile entsteht ein komplexes und harmonisch abgestimmtes Geschmacksprofil. Ziel ist ein besonders rundes und hochwertiges Geschmackserlebnis.
Single Grain Scotch:
Wie auch der Single-Malt-Whisky kommt der Single-Grain-Scotch-Whisky aus einer einzigen Brennerei (auch hier Single = 1 einzelne Brennerei) und wird im Column-Still-Verfahren (einem kontinuierlichen Säulenbrennverfahren) produziert. Allerdings besteht er auch aus anderen Getreidesorten wie z.B. Weizen oder auch Mais. Single-Grain-Scotch ist häufig leichter und milder, was ihn ideal zum Herstellen von Blended-Whiskys macht.
Blended Scotch:
Hier wird Grain-Whisky mit Single-Malt-Whisky aus verschiedenen Brennereien miteinander kombiniert, um ein einzigartiges und harmonisches Geschmacksprofil zu kreieren. Der Blended-Scotch-Whisky eignet sich dadurch ideal als Grundlage für Mixgetränke oder auch als Einsteiger-Whisky.
Hinweis: Es sei noch besonders zu erwähnen, dass gerade beim Scotch die verschiedenen Whisky-Regionen und somit die Sorten eine wichtige Rolle spielen, denn sie unterscheiden sich teils deutlich im Geschmack. Hier sind sie nach alphabetischer Reihenfolge geordnet:

Die Whisky-Sorten aus Schottland:
Besitzt einen ausgeprägten malzigen und maritimen Charakter. Hat man einen guten Campbeltown im Glas, erinnert das ein wenig an eine Brise Seeluft.
Highland Whisky
Harmonisch und rund, dabei äußerst vielschichtig (wie das Highland = Gebirge) im Geschmack. Oft mit rauchigen Noten und Aromen von Gewürzen, Schokolade, Rosinen, Kirschen, Vanille, Pflaumen und Beeren.
Islay-Whisky (Ardbeg)
Diese schmecken meist nussig, etwas moosig, nach Seetang und Torf, aber auch Jod, Salz sowie florale Anklänge sind hier zu finden. Islay Whiskys sind oft extrem rauchig, bleiben im Abgang aber eher trocken.
Lowland-Whisky
Lowland Single Malts sind für ein leicht trockenes und fruchtiges Geschmacksprofil bekannt. Meist sind Lowland-Whiskys grasig und dezent nussig, aber vor allem nicht rauchig.
Mull-Whiskys
Sie sind einzigartig, weil es zwei verschiedene, aber beide dennoch leckere Single Malts von einer Insel sind. Zum einen der fruchtige, ungetorfte Tobermory und zum anderen der kräftige und rauchige Ledaig.
Skye-Whisky
Der Skye-Whisky ist frisch und dennoch süß im Charakter mit Geschmacksaromen von Orangen, Ingwer, Zitrone und einer pfeffrigen Meerbrise. Dabei ist er nur leicht rauchig.
Speyside-Whisky
Speyside Single Malts sind grundsätzlich eher süßlich im Charakter. Sie besitzen Geschmacksaromen von Äpfeln und Birnen sowie Honig und Vanille, welche zu komplexen Geschmacksprofilen kombiniert wurden.

Kategorie Irischer-Whiskey:
Alle Irish-Whiskeys haben grundlegende Gemeinsamkeiten. Sie müssen alle in Irland produziert, für mindestens 3 Jahre und 1 Tag in Holzfässern gereift und mit mindestens 40% Vol. abgefüllt worden sein. Lediglich die Anpassung der Farbe unter Verwendung von Zuckerkulör ist erlaubt. Die Nutzung anderer Zusätze ist hingegen nicht gestattet.
Irish-Single-Malt-Whiskey:
Irish-Single-Malt-Whiskey wird aus gemälzter Gerste im Pot-Still-Verfahren (Pot-Still = schwere, große Kupfer-Destillierapparate) hergestellt. Auch in Irland ist die Bezeichnung Irish-Whiskey rechtlich geschützt und es sind nur Destillate einer einzelnen Brennerei als Single Malt zulässig.
Wir erinnern uns: Single bedeutet an diesem Punkt eine einzelne Brennerei. Hierbei wird das Malz ohne Torf gedarrt (getrocknet) und durchläuft im weiteren Produktionsverlauf bis zu dreimal den Destillationsvorgang. Dies führt dazu, dass der Irische-Whiskey im Vergleich zu einem Scotch-Whiskey trotz seines gleichen Mindest-Alkoholgehalts von 40% Vol. meistens milder und weicher ist. Ein Irischer-Single-Malt-Whiskey ist zudem häufig noch viel malziger im Geschmack als sein schottisches Pendant (Gegenstück). Sollte sich auf dem Etikett des Irish-Whiskeys eine Altersangabe der Spirituose befinden, so ist immer der jüngste Tropfen darin gemeint.
Irish-Grain-Whiskey:
Während Schottische-Grain-Whiskeys zumeist eher eine Seltenheit sind, wird dieser Whiskey in Irland durchaus öfter mal am Markt angeboten. Bei Grain-Whiskeys ist es durchaus erlaubt, verschiedene Getreidearten zu verwenden, während die Destillation nach dem Säulenbrennverfahren (den Column Stills) erfolgt. Das Wesen von Irish-Grain-Whiskey ist meistens als leicht einzustufen.
Single-Pot-Still-Whiskey:
Mit dieser Sorte kommen wir zu etwas wirklich Besonderem, denn nicht nur, dass der Single-Pot-Still-Whiskey noch zwei weitere Namen hat (Irish-Pot-Still-Whiskey und Pure-Pot-Still-Whiskey), sondern anders als bei den anderen, wird für ihn sowohl gemälzte als auch ungemälzte Gerste verwendet. Auch er darf nur in einer einzigen Spirituosen-Brennerei (Single) im Pot-Still-Verfahren hergestellt werden.
Blended-Irish-Whiskeys:
Aus der Mischung von Single Malt Irish Whiskey, Irish-Grain-Whiskey und Single-Pot-Still-Whiskey entstehen die Blended-Irish-Whiskeys. Steht auf dem Etikett einer Flasche lediglich Irish-Whiskey, so können Sie davon ausgehen, dass es sich in den meisten Fällen um einen Blended-Irish-Whiskey handelt. Auch wenn Sie in einer Bar einen Irish-Whiskey bestellen, wird es häufig ein Blended-Whisky sein, den Sie ins Glas bekommen. Bei Blended-Irish-Whiskeys wird gewissermaßen versucht, das Beste aus allen Irish-Whiskey-Welten miteinander zu vereinen.

Die Whiskey-Sorten aus Irland:
Auch beim Irish-Whiskey gibt es regionale Verschiedenheiten mit gewissen Eigenheiten. Und auch bei ihm spielen diese eine wichtige Rolle. Denn sie unterscheiden sich ebenfalls deutlich im Geschmack. An dieser Stelle sind die wichtigsten Irish-Whiskeys nach alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Bushmills Black Bush Irish-Whiskey:
Eine der traditionsreichsten irischen Destillerien ist Bush-Mills. Sie produzieren den Black Bush Irish-Whiskey. Dieser ist vollmundig und kräftig im Geschmack und besitzt Aromen von Sherry, Malz, Schokolade, Gewürzen und Trockenfrüchten. Im Finish (Nachklang) ist er ein eher sanfter Vertreter.
Connemara Peated Single-Malt-Whiskey:
Wenn Sie ein Freund von Whiskeys mit torfigem Geschmack sind, so ist der Connemara Peated Single Malt für Sie eine sehr gute Wahl. Mit seinem starken torfigen Charakter und seinen süßlichen Malznoten, welche mit etwas Honig verfeinert wurden, ist er ein wirklich unverwechselbarer Irish-Whiskey. Sein Nachklang ist wärmend sowie lang mit Geschmacksaromen von Vanille und Torfrauch.
Glendalough 7 Jahre Mizunara Oak Finish Irish-Whiskey:
Nahe Dublin (der irischen Hauptstadt) liegt die Glendalough-Destillerie. In ihr reift der Glendalough-Mizunara-Oak-Finish-Whiskey zuerst für 7 Jahre in Bourbon-Fässern, bevor er dann in japanischen Mizunara-Eichen-Fässern seinen letzten Schliff bekommt. Seine bernsteingoldene Farbe und sein süß-fruchtiges Geschmacksprofil mit pfeffrigen Noten machen ihn zu einem besonders komplexen Irish-Whiskey. Im Nachklang besitzt er eine solide Würze und viel Frucht.
Green Spot Irish-Whiskey:
Mit einem frischen Geschmack und Noten von grünen Äpfeln, Gerste sowie reifen Früchten präsentiert sich der Green Spot Irish-Whiskey. Im Abgang ist er sehr geschmeidig mit Noten von Eiche und Gewürzen.
Hyde Irish-Whiskey:
Wenn wir von 3-fach destillierten Irish-Whiskeys in ausgewählten Fässern sprechen, so muss es sich wohl um einen Hyde Irish-Whiskey handeln. Mit seinem reichen Geschmack, der stark nach süßlichen Zitrusfrüchten, dezenten Gewürzen und Trockenfrüchten schmeckt, bietet er insgesamt ein harmonisch glattes Geschmacksprofil. Im Nachklang ist er langanhaltend mit dezenten Noten von Karamell und Eiche.
Jameson Irish-Whiskey:
Wenn Sie sich für einen milden und weichen Irish-Whiskey mit süßer Vanille, würzigen und blumigen Geschmacksaromen interessieren, so sollten Sie mal einen Blick auf den Jameson Irish-Whiskey werfen. Sein umfangreiches Geschmacksprofil setzt sich aus reichhaltigen, fruchtigen und süßlichen Noten zusammen, was ihn besonders ausgewogen und weltweit sehr beliebt macht.
Redbreast Irish-Whiskey 12 Jahre:
Mit dem 12-jährigen Redbreast bekommen Sie einen Irish-Whiskey mit Geschmacksaromen von Nüssen, getrockneten Früchten und dezenten Gewürzen. Er verfügt über ein reichhaltig komplexes Geschmacksprofil und einen süßlichen, langen Abgang, der sehr weich ist.
Teeling Small Batch Irish-Whiskey:
Seit 2015 ist die Teeling-Destillerie mit ihrem Small Batch Irish-Whiskey (Small Batch = in kleinen Mengen hergestellte Whiskey-Sorten) wieder am Markt vertreten und hat auch schon einige Erfolge nachzuweisen. Der Small Batch zeichnet sich durch ein harmonisches Gleichgewicht aus süßer Vanille, leichter Würze und Trockenfrüchten aus. Im Nachklang zeigt er eine harmonisch dezente Länge mit cremigem Karamell und Eichennoten.
The Irishman Single-Malt-Irish-Whiskey:
The Irishman ist eine Marke, die mit ihrem Irish-Single-Malt-Whiskey bereits viel Anerkennung bekommen hat. Mit seinen Aromen von Vanille und reifen Früchten, welche durch subtile Gewürznoten ergänzt werden, besitzt er einen besonders süßlichen und sanften Nachklang mit Malz- und Eichennoten.
Tullamore D.E.W. Original Irish-Whiskey:
Der Tullamore D.E.W. Irish-Whiskey besticht mit einer feinen Süße, Geschmacksaromen von Malz und grünen Äpfeln. Dies macht ihn zu einem sehr harmonisch abgestimmten Irish-Whiskey mit einem sanften Nachklang und dem Hauch von Eiche sowie etwas cremiger Vanille.

Kategorie Amerikanischer-Whiskey (Bourbon):
Die Bezeichnung Bourbon-Whiskey stammt von der Herstellungsregion, dem Bourbon-County, welches im Bundesstaat Kentucky gelegen ist. Kentucky wiederum wurde nach dem französischen Adelsgeschlecht der Bourbonen benannt. König Ludwig XVI., der als damaliger französischer König die Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg gegen die Engländer unterstützte, war selbst ein Teil des Adelsgeschlechts der Bourbonen.
Der Bourbon-Whiskey besitzt, ebenfalls wie der Scotch oder auch der Irish-Whiskey, einige gesetzliche Regelungen, die festlegen, wie seine Beschaffenheit sein muss. Diese Regelungen wollen wir hier einmal erläutern:
Ein Bourbon-Whiskey muss in den USA hergestellt worden sein und zu mindestens 51% aus Mais bestehen. Dies verleiht ihm seinen typisch süßlichen Geschmack. Andere häufig genutzte Getreidesorten sind z.B. Weizen, Roggen, Hafer usw. Diese verleihen dem Bourbon-Whiskey je nach Sorte mehr oder weniger Würze.
Das Brennverfahren wird in der Regel mit dem bereits erwähnten Pot-Still-Verfahren durchgeführt. Hierbei darf der Alkoholgehalt nicht über 80% Vol. steigen. Bei seiner Abfüllung muss er mindestens einen Alkoholgehalt von 40% Vol. aufweisen (alles darunter darf nicht als Whiskey bezeichnet werden).
Er muss in unbenutzten, neuen sowie ausgebrannten Eichenfässern (z.B. amerikanische Weißeiche) gelagert werden. Inzwischen ist eine zweite Nutzung der Holzfässer erlaubt. Bei der Fasslagerung dürfen 62,5% Vol. ebenfalls nicht überschritten werden. Eine Lagerdauer ist hier zwar nicht reglementiert, aber wenn er jünger als 4 Jahre ist, muss sein Alter auf der Flasche angegeben sein.
Hinweis: Sollten bei der Kennzeichnung Zusätze wie Kentucky-Straight-Bourbon oder Tennessee-Whiskey mit angegeben sein, so muss die jeweilige Spirituose auch aus diesem Bundesstaat stammen.
Kentucky bzw. Straight-Bourbon-Whiskey:
Der Unterschied im Vergleich zu einem "normalen" Bourbon-Whiskey ist hier, dass Kentucky bzw. Straight-Bourbon vor der Abfüllung für mindestens 2 Jahre in unbenutzten, neuen sowie ausgebrannten Eichenfässern (z.B. amerikanische Weißeiche) gelagert werden musste. Inzwischen ist eine zweite Nutzung der Holzfässer erlaubt.
Sollte er mindestens 4 Jahre so gelagert, mit mehr als 50% Vol. abgefüllt worden sein und aus einer einzigen Brennsaison bestehen, so darf er die Bezeichnung „Bottled in Bond“ ("Abgefüllt unter Zollaufsicht") tragen. Dies ist eine Bezeichnung für einen gewissen Qualitätsstandard.
Natürlich muss er die restlichen Anforderungen des "normalen" Bourbon-Whiskeys ebenfalls erfüllen, zudem darf er nicht gefärbt oder mit künstlichen Aromazusätzen versehen werden. Stammt der Straight-Bourbon aus dem Bundesstaat Kentucky, so darf er den Namen Kentucky-Straight-Bourbon-Whiskey tragen.
Tennessee-Whiskey:
Tennessee-Whiskey wurde erst seit 2013 gesetzlich definiert. Bei ihm sind die Auflagen noch etwas strenger als beim Straight-Bourbon-Whisky. Auch er muss aus mindestens 51% Mais destilliert sein und muss vor der Abfüllung für mindestens 2 Jahre in unbenutzten, neuen sowie ausgebrannten Eichenfässern (z.B. amerikanische Weißeiche) gelagert werden.
Als Besonderheit muss er noch das Charcoal Mellowing (die Filterung durch eine Aktivkohleschicht aus Zuckerahorn) durchlaufen haben und aus dem Bundesstaat Tennessee stammen. Eine der bekanntesten Marken des Tennessee-Whiskeys dürfte mit großer Sicherheit Jack Daniel’s sein.
American-Corn-Whiskey (White Lightning):
Ein eher seltener Whiskey-Vertreter ist der Corn-Whiskey, der wegen seiner Farblosigkeit auch als White Lightning bekannt ist. Er muss zu mindestens 80% aus Mais bestehen und, anders als beim Bourbon-Whiskey, darf er nicht in frisch ausgebrannten Holzfässern gelagert werden (ansonsten wäre er ja ein Bourbon-Whiskey). Seine Lagerung kann in frischen, aber eben nicht ausgebrannten Holzfässern oder auch in bereits benutzten stattfinden.
American-Rye-Whiskey:
Wenn man sich den Produktionsablauf des Rye-Whiskeys anschaut, wird man feststellen, dass sich dieser vom Ablauf her kaum von dem eines "normalen" Bourbon-Whiskeys unterscheidet. Einzig die Grundzutat (der Roggen) macht den Unterschied. Der Rye-Whiskey muss zu mindestens 51% aus Roggen produziert werden, wodurch er einen würzigeren Geschmack erhält.
Der Rye war viele Jahre in den USA auf Platz Nummer 1, wurde dann aber von Mild and Mellow (sanften und geschmeidigeren) Whiskeys abgelöst. Heutzutage erlebt der Rye-Whiskey ein Comeback, welches abgesehen von den USA vor allem in Kanada bei den Canadian-Whiskys eine wichtige Rolle spielt (dazu später bei den Canadian-Whiskys mehr).

Die Whiskey-Sorten in den USA:
American-Blended-Whiskeys schmecken zumeist harmonisch und eher mild. Sie sind eine Mischung (Blend) aus würzigen und süßlichen Whiskey-Sorten. Die genauen Geschmacksprofile sind jedoch stark nach Rezeptur, regionaler Herkunft und Fasslagerung verschieden. Typische American-Blends sind süßlich, mild mit kräftigen Karamell-, Vanille- und Eichenholznoten. Er kann aber auch je nach Mash Bill (Getreidemischung) Geschmacksaromen von hellen Früchten, Getreide, oder bei einem hohen Roggenanteil nach pfeffrigen und würzigen Noten schmecken. Ein Beispiel hierfür ist der Jack Daniels Triple Mash-Whiskey.
Bourbon-Whiskey:
Ein Bourbon-Whiskey ist typischerweise würzig, süßlich mit starkem Eichenholz-, Karamell- und Vanillecharakter. Je nach Getreidemischung (Roggen, Weizen, Mais) und der Fassreifung können sie aber auch Geschmacksaromen von Orangen, Kirschen, Honig, Nüssen und Gewürzen aufweisen. Ein rauchiger Geschmack (wie bei seinem schottischen Bruder) kommt bei einem Bourbon-Whiskey eigentlich nicht vor. Da es bei Bourbon-Whiskeys keinen Zeitraum für eine Mindestlagerung gibt (oft nur 1 Jahr), sind sie damit jünger als die festgelegten 3 Jahre der EU-Vorschrift für Whiskey und somit kaum am europäischen Markt anzutreffen. Zudem wären sie, wenn sie eine Mindestreifung von 2 Jahren in Holzfässern hatten, bereits als Straight-Bourbon gekennzeichnet.
American-Corn-Whiskey:
Bei ihm ist der Geschmack leicht, süßlich und angenehm fruchtig. Er kann unter anderem Noten von Äpfeln oder Pflaumen besitzen. Aber typisch für ihn ist das charakteristische Aroma von Mais. Durch seine kürzere bzw. gar keine Lagerung und seinen hohen Maisanteil ist er deutlich weniger würzig als ein Bourbon-Whiskey. Ein gutes Beispiel ist u.a. der Platte Valley Corn-Whiskey.
Kentucky bzw. Straight-Bourbon-Whiskey:
Der Kentucky Straight-Bourbon-Whiskey besitzt ebenfalls einen hohen Maisanteil, was ihm einen süßlichen Geschmack verleiht. Die Eichen-, Vanille- und Karamellaromen werden ihm durch die Dauer der Reifung in Holzfässern aus amerikanischer Weißeiche verliehen. Markenabhängig können auch nussige, würzige oder auch fruchtige Noten von anderen Getreidesorten (Weizen, Roggen) vorhanden sein. Trägt ein Straight-Bourbon den Zusatz Kentucky, also Kentucky-Straight-Bourbon, so muss er auch aus dem US-Bundesstaat Kentucky stammen. Ein Beispiel hierfür ist der Wild Turkey Kentucky-Straight-Bourbon-Whiskey.
American-Malt-Whiskey:
American-Malt-Whiskeys schmecken oft nach holzigen Noten und besitzen aufgrund ihres hohen Maisanteils eine malzige Süße. Grundsätzlich finden wir bei ihm Geschmacksaromen von gerösteten Nüssen, Vanille und Karamell. Aber auch fruchtige Geschmacksaromen oder pfeffrige Roggennoten können je nach Mash-Bill (Getreidemischung) und Reifezeit vorhanden sein. Beispiele sind der Woodford-Kentucky-Straight Malt-Whiskey oder der Yellowstone Single-Malt-Whiskey 108 proof.
Moonshine:
Ist eine früher häufig illegal, nachts in Hinterhöfen oder Kellern aus Mais gebrannte Whiskey-Sorte, die meist nur kurz und dadurch oft bernsteinfarben zur Tarnung in Honiggläser abgefüllt wurde. Abhängig von seiner Produktion schmeckt er z.B. süßlich, erdig und leicht nach Mais oder auch beißend, scharf mit pfeffrigen Noten und Frucht- bzw. Nussaromen. Es gilt zu unterscheiden, ob der Moonshine traditionell hochprozentig oder modern mit Aromatisierung ausgelegt wurde. Die modernen Varianten sind zudem auch weniger scharf und meist auch süßlicher im Geschmack. Als stilechte Beispiele und wie früher üblich in einem Honigglas der Ole Smoky Moonshine Original und der Firefly Moonshine Apple Pie.
White-Dog (Ebenfalls Moonshine):
Der ebenfalls zur Sorte des Moonshine gehörende White-Dog wird häufig gerne in Cocktailbars als Basis eingesetzt. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass er aufgrund fehlender Reifung leichter ist und stärker im Eigengeschmack als andere Whiskey-Sorten ist. Er ist dabei mit einer gewissen Schärfe versehen und auch bei ihm gibt es starke aromatische Diversitäten. Je nach Ausgangsmaterial (entweder Mais oder andere Getreidesorten) und durch die fehlende Fasslagerung ist er etwas süßlich (Mais) und eher schärfer bis bitter (Getreide). Seine Farbe ist, wie die fehlende Reifung schon vermuten lässt, transparent. Ein Beispiel hierfür ist der Buffalo Trace White Dog Mash #1.
American-Rye-Whiskey:
Im Vergleich zum Bourbon-Whisky ist der American-Rye-Whiskey (Roggenwhiskey) kräftiger und schmeckt pfeffrig und würzig. Dabei ist er weniger süß und besitzt Noten von Roggenbrot, Nelken, Gewürzen, Kräutern, Zimt, Eichenaromen und Früchten. Der Geschmack wird hauptsächlich durch die Fassreifung geprägt und variiert je nach Marke zwischen pfeffrig-trocken bis hin zu fruchtig-süßlich und holzig. Beispiele sind der Bulleit Frontier Rye Whiskey Small Batch oder der Jim Beam Rye.
Tennessee-Whiskey:
Tennessee-Whiskeys sind süßlich im Geschmack und besitzen weitere Geschmacksaromen von Eiche, Karamell, Vanille und dezente rauchige Noten, welche er durch das Charcoal Mellowing (die Filterung durch eine Aktivkohleschicht aus Zuckerahorn) erhalten hat. Diese Filtrierung ist beim Tennessee-Whiskey Pflicht, genauso wie seine Herkunft aus Tennessee stammen muss. Durch diese Art der Filtrierung bekommen seine Geschmacksaromen häufig eine geschmeidige, ja nahezu cremige Textur, die je nach Sorte zwischen starker Honigsüße oder nach Früchten bis hin zu Lakritz variieren kann. Ein Beispiel, welches jeder wohl kennt, ist der beliebte Jack Daniels Old No. 7 Tennessee Whiskey oder als Alternative Uncle Nearest 1884 Small Batch.
Wheat-Whiskey:
Dieser Weizenwhiskey hat einen runden, weichen und häufig süßlichen Geschmack mit Honig-, Vanille- und Karamellaromen. Die typischen Geschmacksaromen können aber auch durchaus fruchtig ausfallen wie z.B. Äpfel, Trockenfrüchte und Birne. Zudem befinden sich auch öfters dezente Kakaonoten sowie feine Gewürze in seinem Geschmacksprofil. Der Woodford Reserve Wheat-Whiskey und der Lone Elm Small Batch Straight Wheat sind hierfür ein gutes Beispiel.
Ab hier kommen wir nun, wie erwähnt, zu den kleineren, aber dennoch aufstrebenden Herstellungsländern, die Whisky-Spirituosen produzieren, wie Kanada und Japan:

Kategorie Kanadischer-Whisky (Canadian-Whisky):
Traditionell wurde für den kanadischen Whisky Roggen verwendet, allerdings kann er aus den verschiedensten Grundmaterialien bestehen. Moderne Canadian-Whiskys bestehen sehr häufig aus preisgünstigem Mais. Aber auch Zusätze wie Fruchtsäfte, Zuckercouleur und andereSpirituosen (solange diese mindestens zwei Jahre gereift sind) dürfen mit bis zu 9,09% zugesetzt werden.
Interessant ist, dass ein Canadian-Whisky als Rye oder Canadian-Rye verkauft werden darf, auch wenn nur wenig bzw. sogar gar kein Roggen darin enthalten ist. Generell gilt, dass den Herstellern in Kanada bei der Zusammenstellung ihrer Getreidemaische sehr viel Spielraum gelassen wird, was zu viel geschmacklicher Abwechslung führt.
Das klassische Brennen von Canadian-Whiskys wird im Column-Still-Verfahren (Säulenbrennverfahren) durchgeführt, um einen leichten Basis-Whisky zu erhalten. Die Master Blender mischen diesen im Anschluss mit aromatisierten Destillaten, um dann einen Blend mit den gewünschten geschmacklichen Eigenschaften (Charakter) zu erhalten. Deshalb sollte man bei den Canadian-Whiskys berücksichtigen, dass diese fast immer Blended-Whiskys sind.
Kanadische Whiskys müssen für mindestens 3 Jahre in max. 700 Liter Holzfässern oder kleiner gelagert werden und mit einem Mindestalkoholgehalt von 40% abgefüllt werden. Als eine der führenden kanadischen Whisky-Destillerien gilt die im Jahre 1858 gegründete Hiram Walker Destillery in Walkerville (Ontario). Aus ihr ging die Marke Canadian Club Blend-Whisky hervor, die heutzutage ein echter kanadischer Klassiker ist.
Hinweis: Durch die EU-Spirituosenverordnung vom 15. Januar 2008 wurde geregelt, dass ein Hinzufügen von Geschmacksstoffen oder anderen Zusätzen nicht zulässig ist. Dies kann dazu führen, dass der Canadian-Whisky für den Export in die EU als "Whisky flavoured beverage" (wörtlich übersetzt "Whisky-aromatisiertes Getränk") gekennzeichnet werden muss.

Die Whisky-Sorten aus Kanada:
Glen Breton Rare ist der einzige Single-Malt-Whisky aus Kanada. Er besitzt Geschmacksnoten von Trauben, Butterscotch, Honig und Heidekraut. Er schmeckt nach geröstetem Holz, Karamell, Eiche, Mandeln und Zitrusfrüchten. Im Nachklang präsentiert er sich lang mit einer harmonischen Süße und ein klein wenig torfig.
Canadian-Rye-Whisky:
Canadian Club, Forty Creek und Crown Royal sind wohl die bekanntesten Vertreter der Canadian-Rye-Whiskys. Diese Whisky-Sorte schmeckt typischerweise leichter, süßlicher und weicher als ein amerikanischer Rye. Im Allgemeinen hat er häufig süßliche Anfangsaromen von Früchten, Karamell und Vanille, die im Anschluss von würzigen Noten wie Roggen, Pfeffer, Eiche, Gewürzen und Eiche abgelöst werden. Sein Nachklang ist meistens komplex, lang und oft würzig.
Canadian-Corn-Whisky (Weizen-Whisky):
Canadian Corn-Whisky 8 Jahre Sherry Cask und Taber Corn Berbon sind gute Beispiele für kanadische Corn-Whiskys. Die Whisky-Sorte ist meist weich und süßlich im Geschmack wie Karamell, Vanille und Popcorn. Auch fruchtige Noten wie Pfirsich und Apfel oder würzige, pfeffrige, holzige und buttrige Noten sind durchaus möglich. Es hängt immer von der Art (Bourbon- oder Sherry-Fässer) und der Dauer der Fasslagerung ab.
Canadian-Blended-Whisky:
Die Blended-Whiskys zeichnen sich durch einen typisch weichen und leicht süßlichen Charakter aus. Sie besitzen Geschmacksaromen von Vanille, reifen Früchten und Karamell, werden aber auch häufig durch Roggen oder Mais ergänzt. Im Nachklang geben sie sich meist wärmend und lang. Beliebte Beispiele für Blended-Whiskys sind Signal Hill Founders Select und Crown Royal Fine de Luxe Blended Canadian-Whisky.
Canadian-Flavoured-Whisky:
Kanadische Flavoured-Whiskys sind meistens süßlich und mild, obwohl die Geschmacksaromen je nach Aromatisierung stark variieren können. Sie reichen von Pfirsich, Apfel und Vanille bis hin zu Eiche, Karamell, Zimt und diversen Gewürzen. Dies macht viele Canadian-Flavoured-Whiskys perfekt zum Mixen mit anderen Getränken. Gute Beispiele sind z.B. der Black Velvet Toasted Caramel und Canadian Club-Whisky.

Japanische Whisky-Arten:
Seit April 2024 gelten fürjapanische Whiskys strenge gesetzliche Regeln. Sein Wasser muss aus dem Land der aufgehenden Sonne stammen und er muss vollständig dort produziert worden sein. Er wird im Pot-Still-Verfahren (schwere, große Kupfer-Destillierapparate) produziert und bekommt eine Lagerzeit für mindestens 3 Jahre in Holzfässern von max. 700 Litern. Sein Alkoholgehalt bei der Abfüllung muss mindestens 40% Vol. betragen.
Wie die Bezeichnung Single-Malt schon beschreibt, darf er dabei nur aus einer einzigen Brennerei stammen und darf nur ausschließlich aus gemälzter Gerste produziert worden sein. Die Zugabe von einfachem Karamell (Zuckercouleur bzw. E150) ist zur Färbung im Produktionsprozess erlaubt. Ebenso wie die Zugabe ausländischer Malt-Whiskys (schottischer Single-Malts).
Japanische Blended-Whiskeys:
Blended-Whiskys sind in dem Land des Lächelns sehr viel beliebter als Grain oder Single-Malts. Deshalb findet man bei den japanischen Blended-Whiskys auch so viele harmonisch aufeinander abgestimmte von ihnen. Grundsätzlich gelten für den Blended-Whisky in Bezug auf Herkunft und Lagerung die gleichen Regeln wie für die Single-Malt-Variante. Allerdings wird je nach Qualität des Blends 10 - 40% Malt verwendet und der Rest wird mit Grain-Whisky ergänzt.
Wie bereits erwähnt, haben sich einige japanische Firmen (u.a. Suntory und Nikka) in schottische Whisky-Brennereien eingekauft, was es ihnen ermöglicht, in ihren japanischen Blended-Whisky durchaus auch schottischen Whisky (bzw. das Wissen) zu verwenden. Gute Beispiele hierfür sind: der Hibiki Japanese Harmony oder der Nikka from the Barrel 90th Anniversary-Whisky.
Japanischer-Single-Grain-Whisky:
In Nippon, dem Land welches übersetzt "Ursprung der Sonne" heißt, werden natürlich auch Grain-Whiskys im Column-Still-Verfahren (Säulenbrennverfahren) produziert, aber sie werden hier eher selten auch als Grain-Whiskys abgefüllt. Denn hier nutzt man diese meistens dazu, um die deutlich beliebteren Blended-Whiskys zu produzieren. Anders als die Single-Malts stammen die Grains auch aus anderen Getreidesorten wie z.B. dem für diesen Zweck sehr beliebten Mais, Weizen usw. Ein beliebtes Beispiel hierfür ist der Suntory Chita Single Grain Japanese-Whisky, der auch gerne zum Verblenden zu anderen Blended-Whiskys genutzt wird. Auch der Grain-Whisky muss für mindestens 3 Jahre in Holzfässern gelagert werden, hierbei werden häufig die Fassarten variiert, um komplexere Geschmacksprofile zu erstellen.
Häufig genutzte Fassarten sind:
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Amerikanische Ex-Bourbonfässer
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Die heimische japanische Mizunara-Eiche
Kategorie Japanischer-Whisky:
Ungefähr seit 1870 werden in Nippon, also Japan (dem Land bzw. Reich der aufgehenden Sonne), Whisky-Spirituosen produziert, aber erst in den 1920er Jahren begann offiziell die kommerzielle Whiskyproduktion. Als Vorbild für ihre Produktion nutzten die Japaner den schottischen Malt-Whisky, und um das dafür nötige Wissen zu erlangen, kauften sie sich damals sogar in einige schottische Whiskey-Brennereien ein. Die größten Whisky-Brennereien sind heutzutage Nikka und Suntory.
Aber der japanische Whisky ist mehr als nur eine Kopie des Scotch-Whiskys. Denn die größte Verschiedenheit zu diesem ist, dass die Japaner vor allem Blended-Whiskys produzieren.
Die beiden großen Whisky-Häuser Nikka und Suntory legen dabei äußersten Wert darauf, dass ihre Produkte aus ihren eigenen Whisky-Brennereien stammen, die sie im ganzen Land verteilt haben. Sie kaufen also keine externen Whisky-Spirituosen zu (außer ab und an Single-Malt-Scotch), sondern verschneiden ihre Erzeugnisse so oft wie möglich mit anderen Produkten aus ihrer eigenen Herstellung.
Die Lagerzeit von japanischem Whisky hängt stark von seiner Sorte ab und liegt zwischen 3 und mehr als 25 Jahren in Holzfässern. Für die besten und seltensten japanischen Single-Malts können auch schon mal 50 Jahre ins Land ziehen.
So viel erstmal zum japanischen Whisky im Großen und Ganzen. Schauen wir uns nun die Whisky-Arten genauer an.

Die Whisky-Sorten aus Japan:
Dieser japanische Whisky wird in den Bergen hergestellt. Er hat eine goldene Farbe und besitzt eine gewisse Frische durch seine Geschmacksaromen von: Salatgurken, Melonen, Zitronen und Pfefferminze. Im Nachklang besitzt er eine dezent rauchige Note.
Hibiki Japanese Harmony (Blended-Malt-Whisky):
Mit einer kräftigen Farbgebung, floralem Geschmacksprofil, fruchtigen sowie schokoladigen Geschmacksaromen und etwas Rosmarin präsentiert sich der Hibiki Japanese Harmony. Im Nachklang ist er mittellang mit sanften Noten von Mizunara-Eiche.
Nikka Coffey Grain (Grain-Whisky):
Der Mais-Whisky besticht durch seine fruchtigen Aromen von gerösteten Bananen, Kirschen, Orangen, Zitrusfrüchten und blumigen Noten, die von Bourbon-Vanille, Minze, Leder und etwas Anis begleitet werden. Der Nachklang präsentiert sich kräftig mit angenehmer Länge und feinster Bourbon-Vanille.
Nikka from the Barrel (Blended-Whisky):
Dieser Blended-Whisky besitzt zwar 51,4% Vol., ist aber dennoch weich im Geschmack. Er verfügt über blumige Noten sowie über Geschmacksaromen von Orangen, Pfirsich, Honig und Gewürzen. Sein Nachklang ist lang mit Honig, Eiche und Vanille.
Suntory Toki (Blended-Whisky):
Einer der besten Nippon-"Einsteiger-Whiskys" aus dem Land der aufgehenden Sonne ist der Suntory Toki. Er ist weniger torfig als viele andere und besitzt fruchtige Noten sowie Geschmacksaromen von etwas Honig und Birnen. In seinem mittellangen Finish gibt er sich würzig-süß mit Ingwer, Pfeffer, Zitrone, Vanille und etwas Eiche.
Hinweis: Natürlich sind alle genannten Angaben zu den Whisky-Arten und Sorten sowie ihren Geschmacksprofilen eher subjektiv zu behandeln, da das Geschmacksempfinden nun mal bei jedem Menschen anders ausfällt. Deshalb empfehlen wir sogenannte Whisky-Tasting-Sets, um gerade bei Einsteigern erst einmal die persönlichen Vorlieben herausfinden zu können.

Scotch Whisky: Die schottische Tradition
Wie bereits in dem Kapitel „Die Geschichte des Whiskys: Von den Ursprüngen bis heute“ erwähnt, hat der Scotch-Whisky eine lange Tradition. Diese beinhaltet neben den schottischen, kulturellen Aspekten eben besonders die traditionelle Herstellung der Spirituose. Diese hat sich im Verlauf der Zeit von einer doch recht individuellen Clan-Spirituose zu einer regelrechten, streng geschützten Kunstform gewandelt.
Hier fassen wir nochmal kurz in Stichpunkten zusammen, was heute einen traditionellen Scotch ausmacht, gerade auch im Ausblick für den im nächsten Kapitel folgenden Direktvergleich mit dem Irish-Whiskey.
Die gesetzlichen Grundlagen des Scotch
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Die Herkunft: Um den Namen „Scotch“ tragen zu dürfen, muss der Whisky in Schottland destilliert worden sein.
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Seine Mindestreifezeit: Der Scotch-Whisky muss für mindestens 3 Jahre in Eichenfässern (meistens amerikanische Weißeiche) in Schottland lagern.
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Die Rohstoffe: Seine Grundzutaten sind gemälzte Gerste und Wasser. Je nach seiner Kategorie dürfen aber auch andere Getreidesorten verwendet werden.
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Die Herstellung: Der Rohbrand wird im Pot-Still-Verfahren bzw. je nach Scotch-Kategorie (Grain) im Column-Still-Verfahren meist 2-fach destilliert und darf max. 94,8% Vol. haben.
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Seine Abfüllung: Vor der finalen Abfüllung darf Zuckercouleur zum Färben und Wasser zum Reduzieren des Alkoholgehalts hinzugefügt werden. Der Mindestalkoholgehalt muss bei Abfüllung 40% Vol. betragen.
Mit diesen inzwischen gesetzlich verankerten Grundlagen und den jahrhundertelangen und überlieferten Erfahrungen der Blend Master, verschiedenste Scotch-Whiskys zusammenzuführen (kurz Blending), wandelte sich Scotch-Whisky zu einer streng geschützten Whisky-Spirituose mit höchster Qualität (auf die Sie sich verlassen können) und einer sehr langen Tradition.
Irischer Whiskey: Ein Vergleich mit Scotch
Da die Frage, ob nun Schottland oder Irland der Ursprung der Whisky-Spirituosen war, nach wie vor nicht geklärt ist, wollen wir nun die Verschiedenheiten zwischen den beiden Whisky-Kategorien miteinander vergleichen.
Die Unterschiede im Detail
| Art des Unterschiedes | Scotch-Whisky | Irish-Whiskey |
| Die Schreibweisen: | „Whisky“ ohne „e“ | „Whiskey“ mit „e“ |
| Ihre Destillation: | Dieser wird meistens zweifach destilliert. | Dieser wird meistens dreifach destilliert. |
| Beide Geschmacksprofile: | Reichhaltig und oft etwas ölig im Geschmack. Wird meistens auch als schwerer im Geschmack bezeichnet. | Wird im Allgemeinen als ein leichter, weicher und blumiger Whiskey empfunden mit fruchtigen, süßlichen und milderen Geschmacksaromen. |
| Die Rauchigkeit: | Ist oft rauchig bzw. torfig, besonders bei Whiskys aus bestimmten Regionen wie z.B. aus der Region Islay. Aber je nach Region sind nicht alle rauchig, z.B. Lowlands oder Speyside. | Sind nur selten rauchig bzw. torfig, da hier während der Produktion nicht über Torffeuer gedarrt wird. Aber auch hier gibt's Ausnahmen. Ein rauchiger Vertreter ist z.B. der Connemara Peated Single Malt. |
| Lagerung: | Seine Reifung ist per Gesetz in Eichenfässern vorgeschrieben. | Bei ihm sind auch andere Holzfässer erlaubt. In der Regel werden aber auch hier meistens Eichenfässer genutzt. |
Fazit des Vergleichs
Wie wir in dieser Tabelle gut erkennen können, gibt es einige mehr oder weniger wichtige Abweichungen zwischen den beiden Whisky-Kategorien. Während die verschiedenen Schreibweisen lediglich der Differenzierung der Herkünfte beider Getränke dienen, so sind die anderen Punkte für die verschiedenen Geschmacksprofile von essenzieller Bedeutung.
Beide Whisky-Kategorien ähneln sich in vielen Bereichen, sind aber dennoch grundverschieden. Somit ist sichergestellt, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Bourbon: Der amerikanische Whiskey
Auch hier sind wir bereits im Kapitel „Die Geschichte des Whiskeys: Von den Ursprüngen bis heute“ auf die geschichtlichen Aspekte sowie die Arten und Sorten des Bourbon-Whiskeys eingegangen. Hier schauen wir uns jetzt die kulturellen Aspekte einmal etwas genauer an.
Der Bourbon-Whiskey ist jedem ein Begriff. Er wird in Filmen oder auch anderen Medien zumeist als ein Symbol der Männlichkeit und des Erfolgs stilisiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um einen Cowboy (also einen hart arbeitenden Mann auf dem Land) oder einen erfolgreichen Geschäftsmann im edlen Anzug handelt. Auch die immer mehr an Beliebtheit wachsende Rapper-Szene ist mit ihren "harten Jungs" der edlen Spirituose positiv zugeneigt. Zum Glück beginnt hier aber längst ein Wandel, denn auch viele Frauen bekennen sich als Bourbon-Whiskey-Genießerinnen.
Der flüssige American Dream
Dennoch steht keine andere US-amerikanische Spirituose so sehr für den American Dream (den amerikanischen Traum vom Tellerwäscher zum Millionär) wie der Bourbon-Whiskey. Als Beispiel, warum das so ist, nehmen wir noch einmal stark komprimiert und vereinfacht die Geschichte des Bourbon-Whiskeys:
Als Spirituose, die am Anfang von relativ mittellosen Einwanderern mit verschiedenster Herkunft, in den abweichendsten Regionen der USA, mit den unterschiedlichsten, gerade zur Verfügung stehenden Rohstoffen und sogar zum Teil in alten Baumwurzeln produziert wurde, wandelte sich der Bourbon-Whiskey zu einem modernen Drink, welcher für Einfluss, Erfolg und Geld steht. In den Jahren des Kalten Krieges (von 1947 bis 1989) war der Bourbon-Whiskey für viele US-Amerikaner der „patriotische Drink“ schlechthin.
Qualität hinter dem "Werbe-Bling-Bling"
Da der Begriff Bourbon-Whiskey sehr generell gehalten ist (quasi als ein umgangssprachlicher Überbegriff für jeden US-Whiskey), sollte man beim Kauf besser auf die Bezeichnung Straight-Bourbon-Whiskey achten, denn hier sind die Qualitätsansprüche an das Produkt sehr viel höher.
Lassen wir nun mal das ganze amerikanische "Werbe-Bling-Bling" beiseite, was bleibt dann noch übrig? Fakt ist, der Bourbon-Whiskey (bzw. Straight-Bourbon-Whiskey) ist ein qualitativ hochwertiges Produkt, selbst wenn er aus den preisgünstigeren Regionen des Marktes stammt. Das ist schon alleine seinen vielen gesetzlichen Bestimmungen zu verdanken, denen er unterliegt.

Roggenwhiskey: Eine besondere Variante
Roggen-Whisky oder auch Rye-Whisky könnte man ein bisschen als Vorgänger des Bourbon-Whiskeys ansehen. Er war vor allem in den nordöstlichen US-Staaten stark verbreitet, bevor der Bourbon anfing, an Bedeutung zu gewinnen. Seine Maische besteht zu mindestens 51% aus Roggen, was ihm häufig ein pfeffriges sowie würziges Geschmacksprofil verleiht und ihn so vom süßlicheren Bourbon-Whiskey deutlich unterscheidet.
Wurde ein Rye-Whiskey nicht mit anderen Spirituosen vermischt (Blended) und ist mindestens 2 Jahre gereift, so darf er sich auch als Straight-Rye-Whiskey bezeichnen.
Am Anfang wurde der Roggenwhiskey in Kanada (siehe obenCanadian-Rye-Whisky) und den USA (siehe obenAmerican-Rye-Whiskey) produziert, wird aber seit seinem Comeback (Anfang der 2000er) inzwischen auch international produziert.
Der Streit um den kanadischen Rye-Whisky
Eine Besonderheit des kanadischen Rye-Whiskys ist allerdings auch ein Problem, was zurzeit (Stand 2025) zu hitzigen Diskussionen innerhalb der EU (Europäischen Union) führt. Denn im kanadischen Rye-Whisky muss nicht zwingend Roggen enthalten sein. Hier ist es durchaus üblich, auch Produkte unter diesem Namen zu vermarkten, obwohl nicht das drin ist, was draufsteht – nämlich Roggen.
Aber was ist nun das Problem?
Am 17. September 2003 unterzeichneten die EU und Kanada das CETA-Handelsabkommen zum Schutz geografischer Angaben für Weine und Spirituosen. Während dieser Verhandlungen versuchte die EU, Begriffe wie Cognac, Ouzo, Champagner rechtlich unter Schutz zu stellen. Im Gegenzug wurde die Bezeichnung „Rye-Whisky“ (zu Deutsch Roggenwhiskey) mit Exklusivrechten an Kanada übertragen.
Dieses Abkommen wurde allerdings bisher von Kanada nicht aktiv durchgesetzt und blieb daher von den Whiskyproduzenten der EU größtenteils unbemerkt. Dies führte dazu, dass sie, wie schon viele Jahrzehnte zuvor, weiterhin mit der nun geschützten Bezeichnung (Rye-Whisky) ihre Produkte produziert und vertrieben haben, obwohl dies rechtlich eigentlich nicht mehr zulässig war.
Aktuelle Entwicklungen und rechtliche Hürden
Seit Anfang 2025 gehen nun aber einige Behörden sehr viel strenger gegen die Verwendung des rechtlich geschützten Begriffs vor, was in der Whisky-Branche natürlich für viel Unbehagen sorgt. Besonders wenn man bedenkt, dass, wie bereits erwähnt, in dem kanadischen Rye-Whisky sehr oft nicht einmal Rye (also Roggen) enthalten ist. Denn dies ist streng genommen eine Irreführung der Verbraucher und in der EU wiederum nicht statthaft.
Die Hersteller des Roggen-Whiskys innerhalb der EU dagegen sind verpflichtet, einen Mindestanteil von 51% Roggen in ihren Produkten zu verwenden. Dürfen aber die Bezeichnung Rye-Whisky nicht mehr verwenden, was gerade am internationalen Markt für große Nachteile sorgt. Von Seiten Kanadas hieß es dagegen, dass es von ihnen keine Forderungen zur Durchsetzung dieser Regelung gegeben hätte.
Bisher gab es in Deutschland noch keinen direkten Druck, diese neue Regelung durchzusetzen, aber auf Anfrage beim BSI (Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure) könne dies jederzeit geschehen. Um einer Marktwegnahme zu entgehen, solle man auf Verkehrsbezeichnungen wie z.B. Roggen-Whisky, Roggenwhisky oder Straight-Whisky mit Zusatz "Made from 100% Rye" ausweichen.
Ausblick auf 2026
Für 2026 steht das CETA-Handelsabkommen ohnehin erneut zur Prüfung, um sicherzustellen, dass Whisky-Brennereien der EU weiterhin ihre Produkte wie gewohnt und ohne Gefahr labeln können. Hierbei soll dann auch der Begriff "Rye-Whisky" für die europäischen Hersteller entweder als eine legale Kategorie, wie auch für die kanadischen Whisky-Brennereien, anerkannt werden.
Oder zumindest eine einheitliche Festlegung zur Durchsetzung der neuen Regeln gefunden werden. Somit könnten Beschränkungen aus Willkür zwischen einzelnen Mitgliedstaaten verhindert und weiterer Schaden von den europäischen Whisky-Herstellern abgehalten werden. Was sich aber nun am Ende wirklich ändert, bleibt wie immer abzuwarten.

Die Herstellung von Whisky
Die Produktion von Whisky Spirituosen läuft je nach Art und Sorte immer etwas anders ab. Aber es gibt auch grundlegende Gemeinsamkeiten, die in der Produktion immer gleichbleiben. Diese sind:
1. Vorbereiten des Getreides
Zum Vorbereiten der verwendeten Getreidesorte wird diese zumeist gemälzt oder im Fall von Mais auch gekocht.
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Mälzen:
Dies bedeutet im Fall des Mälzens das Ausbreiten des Getreides auf Mälzböden (z. B. aus Fliesen, Stein oder Beton, auch Tennen genannt). Jetzt wird das Getreide durch Befeuchtung und Zugabe von Wärme zum Keimen gebracht. Hierbei muss es in regelmäßigen Zeitabständen gewendet werden, um ein gleichbleibendes Klima innerhalb des Getreides zu erreichen und man am Ende das Grünmalz erhält.
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Darren:
Jetzt muss das Grünmalz gedarrt werden. Das bedeutet, dass durch Einwirkung von Hitze die Keimung angehalten, das Malz getrocknet und somit lagerfähig gemacht wird. Dies kann mit heißer Luft oder auch je nach gewünschtem Endprodukt mit heißem Rauch (z. B. Torfrauch) in den Darren (Türme in Form einer Pagode) geschehen. Hier zieht die heiße Luft oder der Rauch durch das Grünmalz und gibt seine Geschmacks- und Geruchsaromen an das frische Malz ab. Je nach Stärke und Sorte des Rauchs (bzw. kein Rauch) kann das Ergebnis somit stark variiert werden.
2. Schroten
Das Schroten ist ein Vorgang, bei dem Getreide mit Hilfe eines Walzenstuhls oder einer Schrotmühle mechanisch auf eine bestimmte, gewünschte Größe gequetscht oder gemahlen wird. Das fertige Produkt ist das Schrot oder auch Grist genannt.
3. Maischen
Um die Stärke des Getreides durch Enzyme zu Malzzucker (Maltrose) umzuwandeln, benötigt man den Vorgang des Maischens. Das geschrotete Malz wird in einem Maischebottich mit heißem Wasser vermischt.
Das Ziel ist es, während dieses Prozesses allen vergärbaren Zucker herauszuziehen und über einen perforierten Boden diese zuckerhaltige Flüssigkeit (auch Würze genannt) aufzufangen. Je nach Art der „Würze“ – trüb (malzige Noten) oder klar (weniger getreideartige Noten) – wird am Ende der Charakter des späteren Whisky-Destillates bestimmt.
4. Gären
Nachdem die Würze abgekühlt wurde, wird diese nun klebrige und süßliche Flüssigkeit in einen Gärtank weitergeleitet und mit Bierhefe versetzt. Die Hefe vergärt nun den Zucker zu Kohlendioxid und Alkohol; dieser Vorgang wird auch Fermentation genannt.
Anders als beim Bierbrauen ist dieser Vorgang bei der Whisky-Herstellung nicht keimarm. Die nun entstandene, leicht alkoholische Flüssigkeit mit einem Gehalt von ca. 5–8 % Vol. wird auch Wash genannt. Je nach Länge der Vergärung entstehen komplexere Geruchs- und Geschmacksaromen.
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Hinweis: Bourbon-Whiskey wird oft mit gesäuerter Maische vergoren. In diesem Fall darf er sich mit dem Qualitätsmerkmal Sour Mash bezeichnen.
5. Brennen (Destillation)
Nachdem die Gärung im Tank beendet ist, folgt die Destillation in einem Brennapparat, auch salopp Destille genannt. Hierbei wird unter Hitzeeinwirkung der Alkoholgehalt des Washs stark erhöht und der meiste Teil des Wassers sowie der Geschmacks- und Geruchsstoffe als Alkoholdampf entzogen.
Nach dem Abkühlen wird aus dem Dampf wieder eine Flüssigkeit (das Destillat). Je länger bzw. öfter dieser Vorgang durchgeführt wird, umso feiner wird der Brand, welcher dann am Ende in Holzfässern gelagert wird.
6. Lagern
Die Lagerung und Reifung zieht sich von 3 bis zu 50 Jahren hin und ist damit ein extrem wichtiger Teil der Whisky-Herstellung. Dabei spielen neben der Lagerdauer folgende Faktoren eine wichtige Rolle:
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Die Holzarten der Whiskyfässer
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Die geographische Position des Lagerortes
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Die Bauart des Lagerortes mit seinem Mikroklima
Während der Zeit der Lagerung verdunsten ca. 0,5–1,0 % des Fassinhaltes durch die Poren des Holzes; dies ist der sogenannte Angels’ Share (Anteil der Engel). Insgesamt ist die Lagerung für die Qualität, die Farbe und den Geschmack des fertigen Produkts essenziell von größter Wichtigkeit.

Die Zutaten: Wasser, Malz und Hefe
Die Qualität der Zutaten spielen in der Whiskyproduktion natürlich eine enorme Rolle. Also nehmen wir diese doch mal etwas genauer in Augenschein.

Das Getreide:
Das Getreide ist der wohl wichtigste Rohstoff für die Whiskyproduktion, da er nun mal der primäre Geschmacksgeber ist. Am meisten wird hierfür Gerste verwendet, da sie sehr viel Stärke enthält, welche in gärfähigen Zucker gewandelt werden kann (Maischen). Zudem ist diese in der Lage selbst in nördlichen Regionen gut zu gedeihen.
Die Qualitätsstufen der Gerste
Ihre Qualität wird hierbei in 9 Stufen eingeteilt und nur die ersten 3 werden für die Mälzung verwendet. Dies sind immerhin nur ca. 20% der gesamten Ernte die zum Mälzen geeignet sind.
Für die Einstufung in die ersten 3 Stufen ist folgendes notwendig:
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Gehalt von möglichst viel Stärke
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Wenig Stickstoff und wenig Protein
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Eine gute Gleichmäßigkeit der Körner
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Eine hohe Keimwahrscheinlichkeit
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Trockenheit und Reife der Körner
Vielfalt der Getreidesorten
Aber auch folgende Rohstoffe können in der Whiskyproduktion verwendet werden:
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Roggen und Weizen
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Mais und Buchweizen
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Reis und Triticale
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Hirse, Dinkel, Quinoa und Hafer
Dies und die Wahl das jeweilige Getreide zu Mälzen oder eben auch nicht, führt zu vielen Möglichkeiten, die verschiedensten Geschmacksprofile zu kreieren.
Das Wasser:
Zur Verdünnung, beim Mälzen und Maischen wird natürlich Wasser benötigt, deshalb befinden sich viele Whisky Brennereien in der Nähe von gutem Wasserzugang. Auch hier spielt die Qualität des Wassers eine nicht ganz unerhebliche Rolle. Denn der ph-Wert, die Härte des Wassers sowie der absolute Gehalt der Mineralstoffeund die mikrobiologische Reinheitsind entscheidend für die Maisch- und Gärungsprozesse während der Whiskyproduktion.

Die Hefe:
Mit der Hefe bzw. den Hefepilzen wird der gärfähige Zucker der Würze zu Alkohol und Kohlendioxid gewandelt, welcher dann mit Hilfe der Destillation von den restlichen Bestandteilen der Würze getrennt und wieder aufgefangen wird. Die am meisten genutzte Hefe für die Whiskyproduktion ist Saccharomyces cerevisiae oder auch Bier- bzw. Backhefe genannt. Es gibt noch viel mehr Hefestämme die auf bestimmte Gärungsprozesse spezialisiert sind u.a Rassehefe z.B. für Obstwein, aber das führt hier und jetzt zu weit.
Wichtig ist: umso besser die Hefe arbeitet, desto qualitativ hochwertiger verläuft die Fermentierung (Gärung).
Der Destillationsprozess erklärt:
Beim Destillationsprozess unterscheiden wir 3 Verfahren die für die Whiskyproduktion genutzt werden. Aber nur 2 davon haben sich dabei wirklich durchgesetzt. Wir werden alle 3 so kurz wie möglich beschreiben und dann versuchen, einen generellen Destillationsvorgang ohne die speziellen Eigenheiten der 3 Destillationsverfahren darzustellen.
1. Das Pot-Still-Verfahren (Diskontinuierliche Destillation)
Bei diesem Verfahren wird mit großen und schweren Kupferbrennblasen (auch Pot Stills genannt) gearbeitet, wobei in den einzelnen Arbeitsschritten auch Pausen z.B. zur Reinigung gemacht werden müssen. Deshalb trägt dieses Verfahren auch die Bezeichnung: Diskontinuierliche Destillation oder Batch Destillation (kleine Chargen Destillation).
Das Pot-Still-Verfahren wird als die traditionellste sowie älteste Art der Alkoholherstellung betrachtet und auf der ganzen Welt genutzt. Aufgrund der nötigen Pausen und aufwändigen Produktionsabläufen ist dieser Vorgang recht kostenintensiv und nicht für die Produktion industrieller Massenware anwendbar.
Der Ablauf im Detail:
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Als erstes wird die kupferne Brennblase mit fermentierter Maische befüllt und diese erhitzt.
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Das Kupfer fungiert hier als Katalysator und bindet so unerwünschte Schwefelverbindungen. Zudem verteilt es sehr gut und gleichmäßig die Wärme in der Brennblase.
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Durch das Erhitzen verdampft nun der Alkohol und steigt durch eine Art Schwanenhals (Lyne Arm) zum Kondensator hoch.
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Hier werden die Dämpfe nun durch Abkühlung wieder in eine Flüssigkeit umgewandelt (das Rohdestillat) und anschließend aufgefangen.
Bei der zweifachen oder dreifachen Destillation entstehen so der:
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Head (Kopf) = Vorlauf: Unerwünschte giftige Stoffe
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Heart (Herz) = Mittellauf: Geschmacksintensive und wertvolle Stoffe für das Endprodukt
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Tail (Schwanz) = Nachlauf: Wird ebenfalls nicht verwendet.
2. Column-Still-Verfahren (Kontinuierliche Destillation)
Für dieses Verfahren gibt es viele Namen, z.B. Column Still, Patent Still, Coffey Still, Continuous Still, oder auch Kolonnenbrand- und Säurenbrennverfahren. Gemeint ist aber immer das gleiche Verfahren von ein und derselben Destillation.
Erfunden wurde das Column-Still-Verfahren 1826 vom Schotten: Robert Stein und wurde 1831 vom Iren: Aeneas Coffey weiterentwickelt. Dies hatte zur Folge, dass nun ein schnelleres, weniger arbeitsaufwendiges und effizienteres Destillationsverfahren zur Verfügung stand.
Die technischen Merkmale:
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Effizienz: Im Vergleich zum Pot Still mit ca. max. 80%(Vol.), konnte das Column Still Verfahren nun mit bis zu max. 94,8%(Vol.) aufwarten, also eine Effizienzsteigerung der Alkoholkonzentration um 14,8%.
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Aufbau: Die Column-Still-Anlage, welche aus mindestens 2 oder mehr Säulen (Columns) besteht (je nach Größe der Anlage), wird in der Regel aus Edelstahl gebaut und kann zudem ohne Unterbrechung produzieren.
Der Prozess:
Indem in ihrem Inneren die Maische durch die erste Säule (Analysator) läuft, während heißer Wasserdampf von unten aufsteigt. Die heißen Dämpfe erhitzen die Maische und die flüchtigen Stoffe werden verdampft. Diese Dämpfe steigen nun in die zweite Säule (Rektifikator) auf und werden dort in verschiedenen Ebenen kondensiert.
Auf jeder dieser Ebenen wird der Dampf durch erneutes Kondensieren und Verdampfen konzentriert um den Alkoholgehalt zu erhöhen, und dabei unerwünschte Stoffe zu entfernen. Wenn dieser Vorgang beendet ist wird das so gewonnene Destillat abgezogen, während die Maische weiterhin in die erste Säule eingeleitet wird und sich der Vorgang kontinuierlich wiederholt.
3. Lomond-Still-Verfahren
Als eine Mischform aus Pot Still und Column Still mit versetzbaren Platten aus Kupfer im oberen Inneren der Brennblase, könnte man das Lomond-Still-Verfahren beschreiben.
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Entwicklung: Mit dem von Alistair Cunningham und Arthur Warren 1955 entwickelten Verfahren konnte über die horizontal und vertikal beweglichen Kupferplatten im Hals der Brennblase zusätzlich der Rückfluss reguliert werden.
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Problematik: Da dieses Verfahren aber extrem reinigungsintensiv war, weil die Platten ständig verstopften, setzte es sich nie wirklich durch und wird auch heutzutage (bis auf wenige Ausnahmen) nicht mehr genutzt.

Der Destillationsprozess:
Kommen wir zum Destillationsprozess als solchem, und schauen uns an was hierbei eigentlich geschieht. Auch wenn die oben erwähnten Verfahren verschieden funktionieren, so machen sie aber grundsätzlich das Gleiche: Destillieren.
Die Grundlagen der Trennung
Das bedeutet es wird durch Erhitzen eines flüssigen Gemischs dieses in seine Bestandteile zerlegt. Dazu macht man sich die verschiedenen Siedepunkte zu Nutze und verdampft somit den Bestandteil mit dem niedrigsten Siedepunkt zuerst. Dann fängt man diesen Dampf nach dem Abkühlen erneut als Flüssigkeit in Reinform (das Destillat) wieder auf.
Je nach dem welchen Bestandteil man aus dem flüssigen Gemisch isolieren will, benötigt man verschiedene Temperaturen. So liegt der Siedepunkt beispielsweise:
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Bei Alkohol: 78,3°C
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Bei Wasser: 100°C
Auf diese Weise kann man relativ leicht z.B. Alkohol von Wasser Trennen.
Anwendung in der Whiskyproduktion
Übertragen wir nun diesen Vorgang auf die Whiskyproduktion und nutzen dafür das traditionelle Pot-Still-Verfahren.
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Der erste Durchlauf:
Wir beginnen an dem Punkt, an dem die fertige Maische die erste Kupferbrennblase durchläuft und ein Rohbrand mit etwa 20%Vol. entsteht.
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Der zweite Durchlauf:
Nun durchläuft dieser Rohbrand den gleichen Destillationsvorgang in der zweiten Kupferbrennblase erneut. Durch den Destillationsprozess wird hierbei der Alkohol (durch seinen niedrigeren Siedepunkt) sowie ein großer Teil der Geschmacks- und Geruchsstoffe konzentriert und vom Wasser getrennt.
Die Bedeutung des Kupfers
Das Kupfer übernimmt hierbei eine Filterfunktion und entfernt bei Kontakt sowohl den schwereren Schwefel als auch die Fuselöle aus dem Alkoholdampf.
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Kontaktzeit: Dabei gilt: umso länger der Kontakt des Dampfes mit dem Kupfer, desto mehr wird von diesen schwereren Stoffen herausgefiltert.
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Ergebnis: Das Ergebnis ist im Anschluss ein feinerer Brand (Feinbrand).
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Charakter: Somit entscheiden Faktoren wie die Form und Größe der Brennblase sowie die Geschwindigkeit des Brennvorgangs über die Charaktereigenschaften der zukünftigen Whisky Sorte.
Die Arbeit des Brennmeisters
Der Brennmeister trennt nun den Feinbrand in Vorlauf, Mittellauf und Nachlauf.
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Verwertung: Die Vor- und Nachläufe der beiden Brenndurchgänge werden ab und an erneut dem nächsten Brennvorgang zugeführt.
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Erfassung: Allerdings wird die Menge des Mittellaufs mit seinen ca. 60 -75%Vol., über ein Zählwerk genau erfasst. Dies geschieht um die zu zahlende Steuer zu ermitteln.
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Reifung: Jetzt wird der Feinbrand zum Teil mit Wasser versetzt (reduziert) und zur Reifung in Holzfässer gefüllt.
Die Reifung: Einfluss auf Geschmack und Aroma
Die Reifung und die damit verbundene Lagerung ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Whiskyherstellung. Dies begründet sich darin, dass die Reifung nicht nur den Geschmack oder den Geruch beeinflusst, sondern auch die Farbe des fertigen Produkts.
Dabei ist die Reifung von einigen wichtigen Faktoren abhängig, die wir hier ebenfalls einmal beleuchten wollen.
Das Ganze wird hierbei relativ global gehalten, das heißt, bei einzelnen z.B. chemischen Vorgängen werden wir erwähnen, dass diese zwar stattfinden aber nicht bis ins Detail beschreiben was da vor sich geht.
Die Entdeckung der Reifung
Wie wir bereits in der Geschichte der Whisky Kategorien gesehen haben, wurde am Anfang der Brand nicht gereift, sondern relativ direkt verzehrt. Erst durch bestimmte Umstände wandelte sich dieser Prozess:
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Notwendigkeit der Aufbewahrung: Die längere Aufbewahrung des Überschusses machte eine Lagerung erforderlich.
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Transportwege: Der Transport z.B. zu anderen Clans oder zum Verkauf erforderte Zeit in Behältern.
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Die Entdeckung: Dabei entdeckte man, dass das Destillat im Inneren, mit der Zeit seiner Lagerung einige Eigenschaften veränderte und die Whiskyreifung wurde entdeckt.
Was will man mit der Reifung erreichen?
Die Whiskyreifung verfolgt mehrere Ansätze. Zum einen steht der Ansatz, eine längere Haltbarmachung des Destillates und zum anderen die gleichzeitig damit verbundene Verfeinerung der gewünschten Eigenschaften (z.B. Geruch, Geschmack und Farbe) zu erreichen.
Der Einfluss des Holzes
Für diesen Prozess wird das Destillat in Holzfässern gelagert und gereift, was am Ende bis zu 80% des Geschmacks der jeweiligen Whisky Sorte beeinflusst.
Was während der Lagerung passiert:
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Im Verlauf der Reifung finden in den Holzfässern chemische Reaktionen statt.
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Das Destillat nimmt, abhängig von den verwendeten Holzarten, deren individuelle Eigenschaften (z.B. Geruchs- und Geschmacksaromen) auf.
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Nicht erwünschte Eigenschaften werden abgebaut bzw. ganz verloren.

Worin wird gereift?
Gereift wird in Holzfässern mit bis zu max. 700 Litern Fassungsvermögen und das aus gutem Grund. Diese sind zwar wasserdicht, lassen aber dennoch über die Poren im Holz Luft und Alkoholdämpfe durch.
Das ermöglicht erst die chemischen Prozesse im Inneren des Holzfasses, welche die Reifung des Destillates vorantreiben.
Holzarten und Herkunft
Die Fässer bestehen unter anderem aus:
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Amerikanischer Weißeiche
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Europäischer Eiche
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Japanischer-Mizunara-Eiche
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... und vielen weiteren Holzarten.
Die Vorgeschichte und Vorbehandlung
Aber auch die Vorgeschichte der Holzfässer ist maßgeblich für die späteren Geruchs- und Geschmacksaromen, denn die Holzfässer können vorher durchaus schon einmal mit etwas anderem belegt gewesen sein:
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Bourbon
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Wein
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Sherry usw.
Auch eine Vorbehandlung wie das Ausbrennen, oder auch das Verwenden von ausschließlich neuen Holzfässern sind wichtige Faktoren zur Beeinflussung der Whisky Eigenschaften.
Fass-Finishing
Häufig wird die Reifung auch in mehreren verschiedenen Holzfässern nacheinander durchgeführt (Fass-Finishing), um noch komplexere Geschmacksprofile zu erhalten.
Somit kann man sagen, dass durch die Reifung in Holzfässern mit ihren verschiedenen Eigenschaften und dem stattfindenden Austausch von Geruchs- und Geschmacksaromen sowie Inhaltsstoffen, zwischen dem Destillat und dem Holzfass, jeder Whisky sein individuelles Geschmacksprofil bekommt.
Die Reifedauer:
Die Dauer der Reifung ist innerhalb der EU auf mindestens 3 Jahre festgelegt, aber auch mehrere Jahrzehnte sind durchaus kein Problem.
Die Risiken langer Lagerung
Hierbei muss aber genauestens auf den Inhalt der Whiskyfässer geachtet werden, da eine zu lange Lagerung zu bitteren und holzigen Geschmacksrichtungen führen kann.
Deshalb kann es sich gerade bei langen Lagerzeiten durchaus auch empfehlen, die Whisky Fässer zwischendurch zu wechseln (Fass-Finishing).
Der Einfluss von Fass Art und Temperatur
Bei neuen bzw. unbenutzten Holzfässern kann die Reifedauer durchaus kürzer ausfallen, da hier die Inhaltsstoffe des Holzes noch unverbraucht sind und in konzentrierterer Form auf das Destillat einwirken können.
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Temperatur: Zu guter Letzt wollen wir nicht die Temperaturen vergessen. Sie haben ebenfalls einen großen Einfluss auf die Reifegeschwindigkeit.
Welche Rolle spielt die geographische Region?
Die geographische Region ist ebenfalls ein wichtiger Faktor in der Whiskyproduktion. Denn hier kommen die regionalen Umwelteinflüsse (z.B. Klima, oder Rohstoffe) zum Tragen.
Klimatische Einflüsse und Reifung
So bedeuten wärmere Temperaturen eine höhere Verdunstung des Alkohols (Angel's Share) und somit eine schnellere Reifung des Destillates und kältere sowie feuchtere Temperaturen eine Verlangsamung der Reifung.
Regionale Rohstoffe und Wasser
Auch folgende Faktoren können einen starken Einfluss auf das Endprodukt haben:
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Regionale Rohstoffe
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Bodeneigenschaften
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Wassereigenschaften (ph-Wert, Härte, Mineralstoffe)
Praxisbeispiele: Highlands vs. Islay
Gute Beispiele für Geschmacksunterschiede durch regionale Einflüsse finden wir als Beispiel bei Scotch-Whiskys:
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Highland-Whiskys (Bergregion):
Diese sind mehrheitlich harmonisch und fruchtig-süßlich mit rauchigen Noten.
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Islay-Whiskys (Inselregion am Meer):
Diese sind oft weniger rauchig und schmecken meist nussig, etwas moosig, nach Seetang und Torf, aber auch nach Jod, Salz sowie floralen Geschmacksaromen.
Das zeigt uns, dass die Region mit ihrem Klimaeigenschaften durchaus ein bedeutender Faktor für die Whiskyproduktion darstellt.

Die Bauart des Lagerortes und sein Mikroklima:
Bei der Bauart von Whisky Lagerorten unterscheiden wir grundsätzlich zwischen den traditionellen Paletten-Lagern und modernen Gestell-Lagern auch Racks genannt.
1. Das Paletten-Lager
Beim Palettenlager stehen die Whiskyfässer meist in dichter Anordnung auf den Paletten nebeneinander und können dabei auch in mehreren Schichten übereinandergestapelt werden.
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Die Nachteile dieser Bauart:
Dies hat allerdings den Nachteil, dass man bei Probenahmen nicht so gut an die Spundlöcher der Whiskyfässer (die Öffnung eines Fasses zum Füllen und Zapfen) herankommt. Zudem können Holzfässer die Versehentlich auf dem Kopf stehen undicht werden.
2. Das Gestell-Lager (Rack)
Das Gestell-Lager (Rack) bietet den Vorteil, dass die Whiskyfässer oft in mehreren Schichten liegend gelagert werden.
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Die Vorteile dieser Bauart:
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Damit kann man bei der Ausrichtung der Whiskyfässer die Spundlöcher nach oben legen, was eine Entnahme von Proben stark erleichtert.
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Zudem ermöglichen die Gestelle einen besseren Transport der Whiskyfässer, unter zu Hilfenahme eines Gabelstaplers.
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Sie sorgen durch den größeren Abstand der Whiskyfässer zueinander für eine bessere Luftzirkulation.
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Anforderungen an das Lagergebäude
Soviel zu den Varianten der Lagerung. Kommen wir nun zum Gebäude an sich. Hier gibt es ebenfalls einige Dinge zu beachten. Die Gebäude sollten in der Lage sein, ganzjährig eine konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten.
Wichtig hierzu ist:
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Eine gute Belüftung
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Der Schutz vor direktem Sonnenlicht (Dies gilt auch für eine Lagerung Zuhause)
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Der Brandschutz: Dieser sollte hierbei nicht vernachlässigt werden, denn ein Lager mit viel Holz und Alkohol mit teils über 65%Vol. (Alkohol brennt bereits bei Zimmertemperatur ab 50%Vol. gut) ist kein idealer Ort für ein Feuer.
Sind alle diese Kriterien erfüllt, steht einer optimalen Reifung mit besten Geruchs- und Geschmacksaromen nichts mehr im Weg.

Die Verkostung von Whisky
Nach all diesen „trockenen“ Themen kommen wir zur Verkostung. An diesem Punkt können Sie sich jetzt mit dem Whisky Ihrer Wahl ausrüsten und den Vorgang der Verkostung live mit begleiten. Fangen wir mit einigen grundlegenden Regeln an.
Die wichtigste Regel
Nach unserer Meinung ist die wichtigste Regel: „Trinken Sie Ihren Whisky so wie Sie wollen!“ Alles andere ist grundsätzlich erstmal Quatsch. Ihr Whisky gehört Ihnen und damit können Sie ihn auch so genießen, wie Sie es wollen.
Denn was viele bei ihren „Ratschlägen“ gerne vergessen ist, dass die persönlichen Vorlieben und Geschmäcker nun einmal verschieden sind.
Wasser oder Eis zum Drink?
Wie bereits erwähnt, das Getränk gehört Ihnen und es ist ihr persönlicher Geschmack. Also Ja, wenn es Ihnen so schmeckt ist es unserer Meinung nach natürlich ok.
Wichtig ist dabei:
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Nicht zu viel Eis oder Wasser: Dies würde Ihren Drink verwässern und die Geruchs- sowie Geschmacksaromen komplett zerstören.
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Respekt vor dem Produkt: Gerade bei sehr teuren Whisky Sorten wäre das gegenüber der Arbeit des Herstellers ein wenig respektlos.
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Empfehlung für Wasser: Nutzen Sie am besten destilliertes und zum Dosieren im Idealfall eine Pipette.
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Empfehlung für Eis: Nehmen Sie am besten nur sehr kleine Stücke; das verdünnt und kühlt das Getränk zwar etwas, aber ohne gleich sein Geschmacksprofil und Ihre Geschmackssensorik im Mund komplett zu verschließen.
Die gängigen Whiskygläser im Vergleich
Nachdem wir die Grundsätze behandelt haben, schauen wir uns mal die gängigen Whiskygläser an. Denn auch hier gibt es einige Unterschiede.
1. Klassisches Schnapsglas
Sieht sicher cool aus, mal eben schnell eine beliebige Whisky Sorte als Shot (einen kurzen) runterkippen, dies hat aber nichts mit Genuss zu tun.
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Nachteile:
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Der Inhalt des Glases kann nicht atmen.
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Geruchs- und Geschmacksaromen können sich nicht entfalten.
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Der Geschmack bleibt hierbei komplett auf der Strecke.
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Trinken mit Eis (On The Rocks) oder Schwenken (Untermischung von Luft) ist hier nicht wirklich möglich.
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2. Das Glencairn Glas
Dieses Glas ist mit seiner Tulpenform (nach oben weiter geöffnet als in der Mitte und nach unten hin bauchig) speziell für den Whisky Genuss entwickelt worden.
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Vorteile:
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Begünstigt durch sein bauchiges Unterteil eine gute Atmung Ihres Drinks.
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Ermöglicht das Schwenken (Untermischung von Luft), um das Geschmacksprofil besser zur Geltung zu bringen.
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Der dicke Glasfuß (oder Stil) vermindert eine Temperaturveränderung durch die eigene Körperwärme erheblich.
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Einschränkung:
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Durch seine Verjüngung in der Mitte ist dieses Glas nicht gut zur Nutzung mit Eis (On The Rocks) geeignet. Dennoch stellt das Glas so ziemlich das Optimum aus Preis und Leistung dar.
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3. Tumbler Glas
Dieses Trinkglas ist der Klassiker unter den Spirituosengläsern. Es ist ein dickwandiges und relativ kurzes Glas, welches universell in der Spirituosenwelt Verwendung findet.
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Eigenschaften:
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Durch seinen recht dicken Boden wird eine Erwärmung durch körpereigene Wärme etwas verlangsamt.
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Das Schwenken zur besseren Verteilung der Aromen ist gut möglich.
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Sehr gut zur Nutzung mit Eis (On The Rocks) geeignet.
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Nachteil:
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Die Aromen neigen aufgrund der Form dazu, sich schnell zu verflüchtigen.
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4. Snüte Tumbler
Das moderne Hightech Whiskyglas aus doppelwandigem Edelstahl kann beim Schwenken durch spezielle Rippen im Inneren noch besser Luft in Ihr Getränk untermischen.
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Besonderheiten:
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Whisky Aromen werden in verstärkter Form freigesetzt.
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Die doppelwandige Konstruktion (Isolierglas) hält Körperwärme effektiv vom Drink fern.
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Eine Verwendung mit Eis (On The Rocks) ist gut möglich.
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Pflegehinweis:
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Diese Trinkgläser sollten nicht in der Spülmaschine gereinigt werden.
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Ablauf der Verkostung
Da wir nun ein Glas unserer Wahl und unsere Whisky Sorte des persönlichen Geschmacks zu Hand haben, können wir mit dem eigentlichen Tasting beginnen. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
1. Vorbereitung
Je nach Bedarf sollten Sie dazu etwas Wasser (am besten destilliertes Wasser mit einer Pipette) oder etwas Eis parat legen bzw. stellen.
2. Einschenken
Schenken Sie etwas Whisky in das Glas (ca. 20 - 40ml).
Nicht vergessen: wir benötigen Luft im Glas, damit sich Ihr Brand aromatisch entfalten kann.
3. Atmen lassen
Lassen Sie ihren Drink ca. 5-10 Minuten atmen. Die Geruchs- und Geschmacksaromen vermischen sich in dieser Zeit mit der Luft.
4. Riechen der Aromen
Riechen Sie ganz normal an Ihrem Drink und genießen Sie das Geruchsprofil.
Bedenken Sie: Geschmack bildet sich in erster Linie über den Geruchssinn.
5. Trinken und Genießen
Trinken Sie einen kleinen Schluck und lassen Sie die Geschmacksaromen im gesamten Mund zirkulieren. Genießen Sie den Moment und Sinnieren Sie etwas darüber nach, an was die Aromen Sie Schönes erinnern.
6. Wasser und Eis (Optional)
Sollte Ihr gewählter Whisky zu stark sein, geben Sie (je nach persönlichem Geschmack) etwas Eis oder mit Hilfe der Pipette ein wenig Wasser hinzu. Dies schwächt die Stärke des Alkohols dementsprechend ab.
7. Noch einmal von vorn
Wiederholen Sie den Vorgang nach Belieben. Wir wünschen Ihnen hierbei viel Vergnügen.
Tipps für Einsteiger
Nachdem wir uns die Verkostung angesehen haben, wollen wir Ihnen noch ein paar extra Tipps mitgeben. Diese sollen Ihnen helfen, das Erlebnis noch ein wenig zu verbessern.
Die Umgebung und äußere Einflüsse
Starten wir mit der Umgebung. Egal ob Sie alleine oder zusammen mit Freunden trinken, achten Sie auf ein ruhiges Ambiente.
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Geräuschkulisse: Vermeiden Sie laute Geräusche (laute Musik).
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Geruchsstörungen: Vermeiden Sie intensive Gerüche (z. B. Feuer).
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Essen & Pflege: Vermeiden Sie beim Essen möglichst stark riechende Lebensmittel (z. B. Geräuchertes), sowie ausgeprägte Pflegemittel (Rasierwasser, Parfüms), da diese die Aromen Ihres Getränks überlagern können.
Zeit und Temperatur
Nehmen Sie sich genügend Zeit. Ein schnelles Runterkippen ist einer guten Whisky Sorte unwürdig.
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Das Atmen: Nach dem Öffnen einer frischen Flasche bzw. nach dem Einschenken, lassen Sie den Inhalt etwa 5–10 Minuten atmen.
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Trinktemperatur: Achten Sie auf eine angenehme Trinktemperatur, diese liegt in etwa zwischen 18–20 °C.
Sie können Ihren Drink auch durch das Halten in der Hand noch etwas erwärmen.
Die Technik des Genießens
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Der erste Eindruck: Bevor Sie trinken, riechen Sie zuerst vorsichtig an Ihrem Drink, um die ersten Eindrücke zu sammeln. Auch etwas Schwenken kann hierbei hilfreich sein, um die Geruchsaromen besser zu erfassen.
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Die Verkostung: Trinken Sie langsam und in kleinen Schlucken, damit Sie alle Geschmacksaromen komplett auskosten können. Lassen Sie hierzu den Schluck im kompletten Mund kreisen.
Aromen und Geschmäcker: Eine sensorische Reise
Beginnen wir mit einigen Grundlagen zum Verständnis. Wir Menschen können lediglich 5 grundlegende Geschmäcker wahrnehmen.
Diese sind:
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Süß
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Sauer
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Bitter
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Salzig
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Umami (japanisch für: herzhaft-würzig)
Alle anderen Aromen (Aromen können sowohl Geruch als auch Geschmack sein) setzen sich aus diesen Grundgeschmäckern und unserem Geruchssinn zusammen.
Wichtiger Hinweis: Schärfe hingegen ist kein Geschmack, dies ist lediglich ein Schmerzreiz, der uns vor Schaden schützen soll.
Auch wenn wir alle diese Grundgeschmäcker wahrnehmen können, so empfinden wir sie dennoch alle in unterschiedlicher Ausprägung. Auch ob wir sie als angenehm oder nicht empfinden hängt von unseren persönlichen Präferenzen (Vorlieben) ab, denn jeder von uns schmeckt und riecht nun mal verschieden gut.
Die Hauptgruppen der Whisky-Aromen
In der Whisky Welt unterscheiden wir folgende Hauptgruppen von Geruchs- und Geschmacks-Aromen:
| Aroma-Hauptgruppe | Beschreibung / Beispiele |
| Florale-Aromen (Blumige-Aromen) | Birnen, Blumen- und Sommerwiesen, Frisch geschnittenes Gras, Helle Beeren, helles Obst, Heu, Jasmin, Lilien, Pfirsich, Raps, Rosen, Wiese |
| Fruchtige-Aromen | Äpfel, Banane, Beeren, Dunkle und helle Früchte, eingekochte Früchte bzw. Marmelade, getrocknete Früchte, Obstkuchen, Pfirsich, Trauben, tropische Früchte, Zitrusfrüchte |
| Holzige-Aromen |
1. Je nach Holzart: Eiche, Kerzengeruch, Kiefer, Lakritz, Leinen, Sägemehl 2. Vorbelegung: Bourbon, Cognac, Portwein, Sherry, Wein |
| Maritime-Aromen | Frische Meeresbrise, Salzig, See- bzw. Küstenluft, Seegras, Seetang |
| Medizinische-Aromen | Altes Leder, Antiseptisch, Aschenbecher, Brennend, Desinfektionsmittel, Gerbgeruch, Ölig, Spritig, Stechend, Streng |
| Rauchige-Aromen | Holz- bzw. Lagerfeuer, geräucherter Fisch, geräucherter Schinken, Grill bzw. Holzkohle, Moos, Rauch, Rinde, Torf |
| Süße-Aromen | Brauner Zucker, Datteln, Honig, Karamell, Rosinen, Vanille |
| Würzige-Aromen | Geröstete Nüsse, Haselnuss, Kaffee, Mandel, Muskat, Pfeffer, Röstaromen, Tabak, Vanille, Zimt |
| Malzige-Aromen | Hafer, Helles Bier, Korn (Getreide), Mais, Tannenadeln, Vollkornbrot |
Anwendung der Profile
Mit dieser Liste sollten Sie nun in der Lage sein, wenn Sie die Beschreibung eines Whiskys lesen, sich einen groben Überblick über das Geschmacksprofil zu verschaffen.
Hinweis: Natürlich gibt dies keinen Ausblick auf das Zusammenspiel der Geruchs- und Geschmacksaromen und den damit zu erwartendem Gesamtprofil.

Whisky in der Kultur und Gesellschaft
Wie wir bereits festgestellt haben, hat die Whisky-Kultur einige verschiedene Ansätze, aber auch immer eine ähnliche Gemeinsamkeit. Nämlich daß er als belebendes alkoholisches Getränk (Wasser des Lebens), zumeist in mittelalterlichen Klöstern und aus einfachen Mitteln, angefangen hat.
Symbolik und Status
Dadurch bekam er im Laufe der Jahrhunderte eine Symbolstellung für:
-
Tradition und Genuss
-
Handwerkskunst
-
Feierlichkeit
Heutzutage sind alle Whiskys sowohl nationale als auch internationale Kulturgüter, bedingt durch ihre unterschiedlichen Schreibweisen, Produktionsverfahren und geschmacklichen Interpretationen.
Selbst der von uns erläuterte Verkostungsvorgang ist inzwischen für viele Genießer schon eine so hohe Form der Kunst, dass sie bei dieser bereits keine Kompromisse mehr kennen.
Whisky in der modernen Gesellschaft
In unserer modernen Gesellschaft haben die einzelnen Whisky-Abfüllungen die verschiedensten Bereiche unseres Lebens erobert. Sei es als Mixgetränk in Bars, bei Hochzeiten, oder auch als Finish eines erfolgreichen Vertragsabschlusses.
Der Faktor Tourismus:
Ein weiterer nicht unerheblicher Bereich der Whiskybranche ist der weltweite Tourismus. Hier finden Reisen in die Herkunftsländer der einzelnen Whisky-Destillerien statt und locken mit ihren Verkostungen während der Führungen viele Menschen in ihre Hallen.
Fazit:
Alles in allem kann man sagen, dass dieses edle Getränk nicht mehr einfach nur verzehrt, sondern mit viel Wertschätzung betrachtet und genossen wird.

Whisky in der Literatur und Kunst
Auch in der Literatur und Kunst haben Whisky Spirituosen ihre Spuren hinterlassen. So manch ein gutes Buch, Gemälde, Gedicht oder auch der ein oder andere Rock-Song hätte wohl nie das Tageslicht erblickt, ohne die flüssige Inspiration aus dem Glas.
Whisky im Film
Besonders in vielen Filmen (meistens Western) spielt das „Feuerwasser“ häufig eine wichtige Rolle, um die Männlichkeit bzw. Härte der Darsteller zu unterstreichen.
Die Symbolik:
Der Hauptdarsteller, welcher fast immer für Abenteuer, Mut und Gefahr steht, ist natürlich in diesem Fall die Person, die den stärksten verfügbaren Whisky zu sich nimmt (z.B. John Wick Filme).
Die Wahrnehmung:
Deshalb verbinden wir häufig Whiskys mit genau solchen Attributen.
Whisky in der Literatur
Aber auch in der Literatur fanden die verschiedenen Whisky-Sorte den einen oder anderen Liebhaber.
Ernest Hemingway:
Ein wohl sehr bekanntes Beispiel hierfür war der berühmte Literat Ernest Hemingway, welcher selbst als leidenschaftlicher Whiskytrinker in aller Munde war.
Das Werk:
In seinem Werk „The Sun Also Rises“ (Roman) erwähnte er einst sogar sein Lieblingsgetränk und machte es und sich selbst somit unsterblich. Mit seinen Romanen wurde Ernest Hemingway sogar mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.
Die Rolle des Whiskys in der Musik
Aber auch in der Musik war der Whisky nicht wegzudenken. Häufig wird hier der Whisky als „Trostspender“ in schwierigen Zeiten oder bei der Suche nach Selbstreflexion und Freiheit stilisiert.
Die „geölte“ Stimme:
Sieht man von den inhaltlichen Aspekten der Liedtexte einmal ab, so verdankt manch ein Musiker auch seiner Stimme dem jahrelangen Tabak- und Whiskygenuss. Denn beides kann sich bei besonders häufigem Gebrauch auf die Stimmbänder legen und erzeugt so eine besonders rauchige und raue Stimme. Diesen Prozess bezeichnet man in dieser Szene auch als „die Stimme ölen“.
Besondere Musik-Editionen:
So wundert es nicht, dass es selbst bei den Whisky-Sorten etliche Limitierte-Editionen mit Namen großer Musikbands gibt.
Hier ein paar Beispiele:
-
Suntory Sonderabfüllung Rolling Stones 50th Anniversary: Zum Anlass des 50- jährigen Jubiläums der legendären Rolling Stones Rockband.
-
Ballantinnes True Music Icons Finest Blended Scotch-Whisky: In den Editionen: Elton John, John Lennon, AC/DC, Queen und Lady Gaga.
Lokaler Fokus: Udo Lindenberg
Aber man muss nicht einmal international suchen, auch einer der bekanntesten Musiker Deutschlands hat ein Lied über eine toxische Beziehung und dem schädlichen Einfluss von Alkohol geschrieben.
Die Rede ist natürlich von dem Lied Lady Whisky, welches 1978 von Rockmusiker, Schriftsteller und Maler Udo Lindenberg veröffentlicht wurde. An dieser Stelle sehen wir, dass sich hier sogar viele Kunstrichtungen und Whisky in einer Person vereinen.
Denn auch wenn Udo Lindenberg inzwischen sehr gesund lebt (sehr löblich), so hat er doch gerade in den jungen Jahren seiner Schaffenszeit (wie auch viele andere) den Whisky Spirituosen gut zugesprochen.

Whisky-Events und Festivals weltweit
Auf der ganzen Welt gibt es Whisky Events oder auch Festivals. In manchen Fällen sogar in Verbindung mit Tabakerzeugnissen, da diese nun mal mit Whisky besonders gut harmonieren.
Erlebnisse auf den Veranstaltungen
Auf diesen Veranstaltungen ist es möglich:
-
Informationsaustausch: Sich über beide Themen zu informieren.
-
Innovationen: Neuheiten kennenzulernen.
-
Verkostung: Die ein oder andere Kostprobe zu genießen.
-
Erwerb: Natürlich ist auf solchen Veranstaltungen auch ein Kauf Ihrer bevorzugten Genussmittel möglich.
Die wichtigsten und größten nationalen und internationalen Veranstaltungen wollen wir an dieser Stelle einmal auflisten.
Whisky Events und Festivals in Deutschland:
- Bottle Market: In Bremen
- Festival des Deutschen Whiskys: Ist ein Wanderfestival
- Inter-Whisky: Ort kann Variieren
- Just Whisky: In Hamburg
- München Whisky & Spirits: In München
- Whisky Salon & Spirits: In Augsburg
- Whisky & Tobacco Days: In Hofheim am Taunus
Whisky Events und Festivals International:
Die wichtigsten und größten internationalen Veranstaltungen wollen wir an dieser Stelle einmal auflisten:
-
American Whiskey Show Melbourne: In Melbourne, Australien
-
Hebridean Whisky Festival: Auf den Hebriden in Schottland
-
International Whisky Day: Wird am 27. März weltweit gefeiert
-
Sopot Whisky Festival: In Sopot, Polen
-
The Whisky Social: In Kanada
-
Whisky Day Krakow: In Krakau, Polen
-
Whisky-Fest New York: In New York, USA
-
Whisky & Friends Festival: In Warschau, Polen
Wichtige Hinweise für den Besuch
In der Regel finden alle diese Veranstaltungen (abgesehen von Wanderfestivals oder Feiertagen) an den gleichen Orten statt. Aber natürlich gibt es wie überall auch hier und da mal Ausnahmen.
Daher empfehlen wir Ihnen bei Interesse, sich frühzeitig um Informationen über Zeitraum und Ort schlau zu machen und im Anschluss ggf. Eintrittskarten zu buchen.
Besondere Erlebnisse abseits der Messen
Aber auch abseits der großen Veranstaltungen gibt es einiges zu erleben.
Wie wäre es zum Beispiel mit:
-
Einer Wanderung: inklusive eines Whisky-Tasting
-
Einem Whisky Dinner: (eine Veranstaltung mit mehreren Gängen Whisky)
Seien Sie einfach kreativ und offen für Neues in der Welt des Whiskys.

Die Zukunft des Whiskys
Packen wir nun einmal die Kristallkugel aus und versuchen uns an einem Blick in die nahe Zukunft des Whiskys. Diese wird geprägt werden von:
Die 5 Säulen der zukünftigen Entwicklung
| Trend-Bereich | Beschreibung der Entwicklung |
| 1. Nachhaltige Produktionsvarianten: | z.B. Verwendung von recycelten Materialien oder die Nutzung alternativer Energien. Aber dazu später etwas mehr. |
| 2. Internationaler Vielfalt am Markt: | Immer mehr Destillerien oder auch regionale Manufakturen treten in den letzten Jahren auf dem Markt in Erscheinung. Dies wird in Zukunft mehr Abwechslung bedeuten. |
| 3. Das Aufkommen alkoholfreier Whisky Alternativen: | Inzwischen gibt es alkoholfreie Whisky Alternativen am Markt. Und die Nachfrage nach diesen Produkten ist im Begriff stetig zu steigen. |
| 4. Die Nutzung digitaler Technologien zur Produktentwicklung: | Auch in der Produktentwicklung und der Überwachung (z.B. Lagerverwaltung oder Klimaüberwachung in Lagern, Marketing usw.) werden Technologien wie Computer verstärkt Einzug halten. Zudem erwarten die heutigen Verbraucher eine höhere Transparenz der Hersteller im gesamten Herkunfts-, Marketing- und Produktionsprozess. Dies schließt ebenfalls Social Media und seine verschiedenen digitalen Endgeräte mit ein. |
| 5. Innovative Geschmacksrichtungen: | Durch die Nutzung von ausgefalleneren Fasslagerungen (z.B. andere Hölzer oder Vorbelegungen sowie andere Regionen) und auch neu entwickelten Getreidesorten könnte es zu neuen Whiskys führen. Denn die Nachfrage nach neuen (besonderen) Dingen ist gerade in der heutigen, schnellen Zeit immer vorhanden. |
Ausblick
Nachdem wir nun einen kleinen Blick in eine gar nicht so unwahrscheinliche Zukunft geworfen haben, kommen wir im nächsten Kapitel zu den aktuellen Trends in der Whisky-Industrie.

Trends in der Whisky-Industrie
Nun wollen wir uns dem Thema neue Trends widmen. Wie alle Dinge im Leben unterliegt auch die Whiskyproduktion gewissen Trends und einer ständigen Entwicklung. Aus diesen Trends kann man mitunter evtl. die Zukunft eines Produktes vorhersehen. Deshalb ist es nicht weiter überraschend, dass die aktuellen Trends der Branche sich mit unserem Blick in die Zukunft des Whiskys überschneiden bzw. sogar decken.
Die Trends im Überblick
| Trend-Thema | Details und aktuelle Entwicklungen |
| Globalisierung: | Abgesehen von den größten Whisky Ländern, beginnen auch andere Länder inzwischen auf den Markt zu drängen. Neben den bereits erwähnten sind inzwischen auch Deutschland sowie Indien im Begriff, sich einen guten internationalen Namen aufzubauen und sich neue Märkte zu erschließen. Zudem sind viele Regionen nicht zu Letzt durch ein niedrigeres Preisgefüge bei Material und Lohn eine interessante Alternative für die Whisky Industrie geworden. |
| Alkoholfreie Alternativen: | Der Anteil an alkoholfreien Whiskys ist in einem stetigen Wachstum. Diese ermöglichen es auch Menschen, die keinen Alkohol trinken wollen den Geschmack, das Ambiente und das Renommee eines guten Whiskys genießen zu können. |
| Digitale Innovationen: | Auch hier hält das digitale Zeitalter langsam Einzug. Wie bereits erwähnt, beginnt es mit digitaler Klimasteuerung, Lagerverwaltung usw. Aber inzwischen geht es sogar noch weiter. Künstliche Intelligenz (kurz K.I.) sowie weitere digitale Methoden können genutzt werden, um Aromaprofile von Whiskys zu untersuchen und die Hersteller bei der Entwicklung neuer Whiskys zu unterstützen. |
| Ungewöhnliche Fassreifungen: | Um neue Geschmacksrichtungen zu entwickeln wird mit verschiedenen Hölzern für die Fässer, sowie mit anderen Vorbenutzungen der Fässer experimentiert. Als Beispiel Tokaji- und Tequila-fässer sowie andere originelle Cask Finishes. Hiermit will man neue Geschmacksprofile erschließen und dem Markt zugänglich machen. |
| Alter des Whiskys: | In den letzten Jahren gibt es einen Trend zu jüngeren Whiskys. Das heißt: Während früher 18-jährige Whiskys sehr beliebt waren, so sind es inzwischen die 15-jährigen. Dennoch geht der Trend vom Alter nicht komplett weg, sondern wird mit dem Trend zu mehr Vielfalt durch jüngere und experimentellere Whiskys ohne Altersangabe ergänzt (No-Age-Statement) oder auch (NAS) genannt. |
| Neue Destillerien: | In den letzten Jahren sind viele neue Brennereien auf den Markt gekommen, was die Vielfalt der Whiskys erhöht hat. Der Trend zu neuen Brennereien hält besonders in neuen, noch aufstrebenden Whisky-Ländern stark an. |
| Cocktailkultur: | Whisky Cocktails sind nach wie vor ein Trend in vielen Bars oder Restaurants. Auch das „Premiumsegment“, welches sich durch Seltenheit, Handwerkskunst und vor allem hohe Preise auszeichnet, trägt zum Erfolg des Whiskys bei. |
| Transparenz: | Die Transparenz bei den Inhaltsstoffen und der Produktionsabläufe ist inzwischen ein wichtiges Kriterium, um an den Märkten auf Akzeptanz zu treffen. Dieser Trend begann bereits schon vor der Einführung von Internet und Smartphone, wird aber durch diese Medien immer mehr gefördert. Es ist inzwischen möglich, sich zu jeder Zeit über die Herkunft, Inhaltsstoffe, oder Produktion eines Artikels zu informieren. |

Fazit: Die Faszination Whisky
Kommen wir zum Fazit und der Frage was macht die Faszination Whisky aus? Wir denken, dass es wahrscheinlich eine Mischung aus allen Bereichen des Whiskys ist.
Die Säulen der Faszination
-
Das Marketing und die Images:
Sei es das clevere Marketing mit seinen vielen verschiedenen Verbraucher-Images, die vom harten Arbeiter über den klassischen Abenteurer oder Rock Star bis hin zum Maler, Literat, Dichter und erfolgreichen Anzugträger reichen.
-
Das Handwerk:
Oder auch das durchaus solide und traditionelle Handwerk mit all seinen Geruchs- und Geschmacksaromen, sowie der aufwändigen Lagerung und Veredelung.
-
Die sozialen Aspekte:
Dazu kommen noch viele soziale Aspekte, wie die Romantisierung des Whiskys, persönliche, nationale Identifikation mit einer bestimmten Whisky Region, eigener sozialer Status, eine schöne Zeit mit Freunden oder auch einfach nur der Wunsch, bestimmte seltene bzw. streng limitierte Whisky Editionen zu sammeln.
Qualität und Preis-Leistung
Aber auf jeden Fall muss ein guter Whisky nicht teuer sein. Denn durch die hohen Qualitätsstandards sowohl in den Herstellungsländern als auch den Standards der EU-Regelungen für Whisky, kann man sagen, dass es theoretisch keine qualitativ schlechten Whiskys gibt.
- Persönlicher Geschmack vs. Preis: Ob ein preiswerter Whiskys Ihnen schmeckt oder nicht ist eine andere Sache, denn das hängt (wie wir festgestellt haben) von Ihren persönlichen Vorlieben ab.
- Empfehlung: Schauen Sie sich zum Anfang einfach in den Preisregionen zwischen 30 und 50 € um – hier sollte eigentlich für jeden Geschmack etwas zu finden sein.
Ein letzter Tipp:
Was es auch immer sein mag, was Sie an einem guten Whisky anspricht: Lassen Sie es sich nicht von anderen "Kennern" verderben. Kaufen Sie sich den Whisky der Ihrer Meinung nach am besten zu Ihnen passt und genießen Sie ihn auf die Art und Weise, die Ihnen am besten gefällt.
Nun wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Genießen und eine schöne Zeit mit Ihrem Whisky.
Ihr Tabak Brucker Team.
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