Rauchfrei werden: Mit diesen Ersatzprodukten klappt es

Rauchfrei werden: Mit diesen Ersatzprodukten klappt es
Eventuell haben Sie es sich schon lange vorgenommen, endlich rauchfrei zu werden, es aber bislang noch nicht geschafft. Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie Akupunktur, Hypnose oder Nikotinkaugummi, doch nicht immer sind sie erfolgreich. Verschiedene Anbieter im Internet verlangen viel Geld für ihre Leistungen. Häufig zahlen Raucher hohe Beträge, haben aber letztendlich keinen Erfolg. In jedem Fall kommt es auf einen festen Willen, Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen an. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie Ersatzprodukte für die Rauchentwöhnung nutzen können.
Programme zur Raucherentwöhnung
Die gesetzlichen Krankenkassen bieten verschiedene Raucherentwöhnungsprogramme an, die sich je nach Krankenkasse und nach Region unterscheiden können. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) bietet ein Rauchfrei-Ausstiegsprogramm an und begleitet Sie 21 Tage lang mit Informationen und Tipps, die Ihnen dabei helfen, künftig nicht mehr zu rauchen. Darunter sind auch Anleitungen für körperliche Aktivitäten und Entspannung.
In schweren Fällen haben Sie Anspruch auf Medikamente zur Tabakentwöhnung. Dafür muss eine schwere Tabakabhängigkeit vorliegen und Sie müssen an einem wissenschaftlich belegten Programm zur Tabakentwöhnung teilnehmen.
Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse nach solchen Programmen. Die Teilnahme kann sinnvoll sein. Um rauchfrei zu werden, können Ihnen zusätzlich Ersatzprodukte helfen.

Produkte zum Nikotinersatz
Beim Nikotinersatz werden verschreibungspflichtige und frei verkäufliche Produkte unterschieden. Verschreibungspflichtig sind Vareniclin und Bupropion. Da diese Medikamente nicht frei von Nebenwirkungen sind und in Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten stehen können, ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt über die Einnahme von Medikamenten, Vorerkrankungen und bestehende Erkrankungen informieren.
Die folgenden Ersatzprodukte sind frei verkäuflich:
| Präparat | Anwendung & Details |
| ➡️Nikotinkaugummi | Ein Nikotinkaugummi enthält zumeist 2 Milligramm Nikotin. Sie sollten es ca. 30 Minuten langsam zerkauen, damit das gesamte Nikotin freigesetzt wird. Sie merken nach kurzer Zeit einen scharfen Geschmack. Legen Sie das Kaugummi in die Backentasche, damit das Nikotin über die Wangenschleimhaut ins Blut gelangt. Pro Tag können Sie bis zu 16 Kaugummis verwenden. |
| ➡️Lutschtabletten | Lutschtabletten setzen das Nikotin im Mundraum frei. Auch hier können Sie täglich bis zu 16 Tabletten verwenden. Lutschen Sie eine Tablette bei akutem Rauchverlangen. |
| ➡️Nikotinpflaster | Nikotinpflaster geben über die Haut 16 bis 24 Stunden kontinuierlich Nikotin ab. Zumeist genügen 16-Stunden-Pflaster. Drücken Sie das Pflaster ungefähr 10 bis 20 Sekunden lang auf die frisch gereinigte Haut. Wechseln Sie täglich die Stelle, an der Sie das Pflaster aufkleben. Im Schnitt erfolgt die Behandlung über einen Zeitraum von zehn Wochen. |
| ➡️Nikotinspray | Nikotinspray ist ein Mundspray, das den Vorteil hat, dass das Nikotin am schnellsten aufgenommen wird. Atmen Sie es beim Sprühen nicht ein, damit es nicht zu einem Hustenreiz kommt. Der Sprühstoß sollte auf die Wangenschleimhaut gerichtet sein. Wenden Sie das Spray ein- bis zweimal stündlich an. Nach ungefähr sechs Wochen verringern Sie die Zahl der Sprühstöße. |
| ➡️Inhalatoren | Inhalatoren sind einer Zigarette ähnlich. Sie nehmen das Mundstück in den Mund und ziehen daran. Dieses Verhalten erinnert sehr an das Rauchen einer Zigarette. |
Vermissen Sie das Gefühl des Rauchens, können Sie statt eines Inhalators auch eine E-Zigarette verwenden. Sie benötigen dafür ein Liquid, das Sie mit unterschiedlicher Nikotinkonzentration erhalten. Die maximal zulässige Nikotinkonzentration liegt bei 20 mg/ml.
Für alle Nikotinersatzprodukte gilt, dass Sie sie nach spätestens sechs Monaten absetzen sollten. Da bei Nikotin eine hohe Suchtgefahr besteht, können auch diese Produkte abhängig machen.
Sind Nikotinersatzprodukte schädlich?
Auch die freiverkäuflichen Nikotinersatzprodukte sind nicht ohne Nebenwirkungen. In einer Studie mit 100 Teilnehmern verzeichneten elf der Probanden wunde Stellen in Mund oder Rachen. Von den Teilnehmern litten vier unter Magenbeschwerden.
Leiden Sie unter Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sollten Sie nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt Nikotinersatzprodukte anwenden. Studien über die Wirkung von Nikotinersatzprodukten während der Schwangerschaft und die Auswirkungen auf das zu erwartende Kind liegen nicht vor.
Ersatzprodukte, die laut wissenschaftlicher Studie am besten zur Rauchentwöhnung geeignet sind
In einer Übersichtsstudie ermittelte ein Team um Jonathan Livingstone-Banks von der University of Oxford, welche Ersatzprodukte am besten für die Rauchentwöhnung geeignet sind. Die Cochrane Tobacco Addiction Group (CTAG), eine gemeinnützige Organisation, die an der University of Oxford angesiedelt ist, veröffentlichte zwischen 2021 und 2023 insgesamt 14 Reviews zur Rauchentwöhnung. Das Forscherteam fasst auf der Grundlage dieser Ergebnisse den aktuellen Wissensstand zusammen.
Raucher können der Studie zufolge mit einem Ersatzprodukt am einfachsten auf Zigaretten verzichten. Das verschreibungspflichtige Medikament Varenicline, das unter den Markennamen Champix oder Chantix bekannt ist, eignet sich ebenso wie das zumeist rezeptfrei erhältliche pflanzenbasierte Mittel Cytisine, das unter dem Namen Cravv angeboten wird. Im Körper docken die in diesen Medikamenten enthaltenen Wirkstoffe an denselben Rezeptoren wie Nikotin an.
Die Studie ergab, dass auch nikotinhaltige E-Zigaretten gut geeignet sind, um rauchfrei zu werden. Da die gleichen Bewegungen wie beim Rauchen von Tabakzigaretten ausgeführt werden, behielten viele Raucher die Gewohnheit anschließend bei. Allerdings waren im Blut weniger Hinweise auf gesundheitliche Schäden als beim Konsum von echten Zigaretten zu finden.

Rauchfrei werden mit der E-Zigarette
Die E-Zigarette ist als Ersatzprodukt gut geeignet, um rauchfrei zu werden. Haben Sie zunächst Nikotin in hoher Konzentration konsumiert, können Sie bei den Liquids für die E-Zigaretten den Nikotinanteil langsam reduzieren. Zur Rauchentwöhnung greifen Sie zu Liquids mit sechs oder drei Milligramm Nikotin, bis Sie schließlich nikotinfreie Liquids verwenden können.
Möchten Sie sich das Rauchen abgewöhnen, können Sie mit der E-Zigarette zwei verschiedene Methoden anwenden:
🟢 Die Schlusspunkt-Methode: Bei der Schlusspunkt-Methode setzen Sie sich eine feste Deadline, zu der Sie nicht mehr rauchen möchten. Innerhalb von zwölf Wochen reduzieren Sie die Zahl der E-Zigaretten zunächst um die Hälfte und dann auf Null.
🟢 Die Reduktionsmethode: Auch bei der Reduktionsmethode hören Sie schrittweise auf, doch setzen Sie sich dafür keinen festen Zeitpunkt. Sie reduzieren den Konsum von E-Zigaretten auf die Hälfte und dann schließlich auf Null. Bei Rauchverlangen können Sie zwischendurch nikotinfreie Liquids verwenden.
Weitere Ersatzprodukte für die Entwöhnung
Bei Tabak Brucker finden Sie noch weitere Ersatzprodukte, die Ihnen helfen können, sich das Rauchen abzugewöhnen.
IQOS ist die Abkürzung für „I Quit Ordinary Smoking“, was bedeutet „Ich höre mit dem gewöhnlichen Rauchen auf“. Dabei handelt es sich um Tabakerhitzer, bei denen der Tabak erhitzt und nicht verbrannt wird. Auch diese Geräte erzeugen keinen Rauch, sondern Dampf und setzen daher weniger Schadstoffe frei. Sie finden bei uns noch weitere Tabakerhitzer.
Kräuterzigaretten enthalten zwar kein Nikotin, doch sie verbrennen wie normale Zigaretten und sind daher schädlich. Der Geschmack ist fraglich, genau wie ihre Eignung zur Rauchentwöhnung.
Nehmen Sie sich Zeit und stöbern Sie durch unseren Onlineshop. Sie finden dort E-Zigaretten und die geeigneten Liquids, aber auch Tabakerhitzer. Womöglich möchten Sie ja lieber zu Süßigkeiten wie Bonbons oder Chips greifen.
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