Ab 2027 Verbot von Einweg E-Zigaretten
Einweg E-Zigarettenverbot ab 2027
Ab dem 18. Februar 2027 wird der Verkauf von klassischen Einweg-E-Zigaretten ("Disposables" oder "Puffs") in Deutschland und der gesamten EU faktisch verboten.

Warum werden Einweg-E-Zigaretten verboten?
Das Dampfen ist weiterhin erlaubt, jedoch hat die EU, um Elektroschrott zu minimieren und Ressourcen zu schonen strengere Regeln für Batterien und Akkus beschlossen.
Diese besagen, dass ab Februar 2027 für Endverbraucher die Batterien in Elektrogeräten dezent entnehmbar und austauschbar sein müssen.
Da typische Einweg-Vapes, wie z.B. die klassischen Elbar 600, der Lithium-Ionen-Akku fest verbaut und mit dem Gehäuse verschweißt oder verklebt ist, benötigt man Spezialwerkzeug, um die Akkus zu entfernen und erfüllen somit nicht die neuen Auflagen der Batterieverordnung.
Konkrete Änderungen sind:
- Verkaufsstopp:
Ab dem Stichtag dürfen keine Geräte mehr auf den Markt gebracht werden, die diesen Anforderungen nicht mehr entsprechen.
- Übergangsfristen:
Die Produktion für den EU-Markt muss umgestellt werden und somit wird es voraussichtlich kurze Fristen geben um Lagerbestände abzuverkaufen.
- Verschärfte Rücknahme:
Zudem müssen in Deutschland ab Juli 2026 alle Händler, auch Kioske und Online-Shops, auf Grund einer in Kraft tretenden Rücknahmepflicht, gebrauchte Vapes zurücknehmen, damit die illegale Entsorgung im Hausmüll verringert wird.
Welche Geräte fallen unter dieses Verbot?
Geräte, bei denen der Akku fest verbaut sind und somit nicht ohne Fachwissen oder Spezialwerkzeug gewechselt werden können sind z.B.
- Elfbar 600 & 800
- Lost Mary
- SKE Crystal Bar
- 187 Strassenbande
- Vuse Go
- Geek BAR
- Instafill
- Hyla
- Aroma King
- Dinner Lady
- IVG

Händler reagieren und rüsten bereits um
Diese Marken werden vermutlich nicht komplett vom Markt verschwinden, sondern weiterhin in anderer Form zu sehen sein.
Marken wie Elfbar bieten bereits Systeme wie die ELFA oder Tappo an, bei denen du den Akku auf Grund seiner oft dezenteren Zugänglichkeit oder der Möglichkeit des wieder Aufladens behalten kannst und einfach nur den Liquid-Pod tauschen kannst.
Außerdem gibt es erste Prototypen, bei denen man bei einer Einweg-Vape den Boden abziehen und ähnlich wie bei einer Fernbedienung, die Batterie wechseln kann. Sollte dies nach Prüfung einfach genug sein, können solche neuen Einweg-E- Zigaretten legal bleiben.
Aktuelle Alternativen
Da diese neue Batterieverordnung nur Einwegprodukte betrifft, bleiben andere Vape-Systeme, die sowieso schon nachhaltiger sind, erlaubt.
Darunter fallen:
- Basis-Systeme, die Akkuträger sind und einen wiederbefüllbaren Tank haben
- Pod-Systeme, da bei diesen Geräten nur der Liquid-Pod gewechselt wird und der Akku wieder aufgeladen werden kann.
- Hybrid-Lösungen, bei denen man die Batterie ganz einfach herausnehmen kann und somit der neuen EU-Regel entsprechen. An solchen Lösungen arbeiten Hersteller bereits.
Wichtig:
Dieses Verbot ist keine gesundheitliche Debatte, sondern umweltpolitisch motiviert.
Die Diskussionen um ein gesundheitlich motiviertes Aromaverbot ist rechtlich noch an einem anderen Punkt und läuft weiter.
(Foto:©Adobe Stock, Tabak Brucker)(Text:S.Brucker)

